Die demografische Zeitbombe entschärfen – „Unsere Betriebe im Land werden durch die demografische Entwicklung regelrecht geröstet.

Bereits jetzt in Krisenzeiten öffnet sich die Schere zwischen dem immer geringer werdenden Anteil junger und dem steigenden Teil älterer Beschäftigter. Noch stärker wird das Problem die Wirtschaft beim Anziehen der Konjunktur treffen“, beschreibt Hans-Dieter Bremer, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände, heute (Mittwoch, 13. Januar 2010) die besonders schwierige demografische Entwicklung aus Sicht der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände.

Bis 2020 werde das Durchschnittsalter im Land jährlich um cirka ein Jahr steigen. Die Unternehmen müssten dann mit einhunderttausend weniger Erwerbstätigen auskommen. Bereits im letzten Jahr seien die Schulabgängerzahlen drastisch zurückgegangen. Seitdem gebe es bereits mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Das wäre aus Sicht der Schulabsolventen sicher gut, aber angesichts steigender Anforderungen immer problematischer für die Betriebe, so Bremer.

„Wir brauchen nicht nur eine Begutachtung und Dokumentation des demografischen Problems, sondern eine Entschärfung der demografischen Zeitbombe. Unsere Unternehmen müssen deshalb teilweise ungewohnte, neue Wege gehen“, so Hans-Dieter Bremer weiter. Betriebliche Ansätze seien etwa Aktivitäten zur Eignungsverbesserung von Schulabgängern, die  Verstärkung und Entwicklung zielgenauer Weiterbildung oder die Anpassung betrieblicher Abläufe und Verfahren an das steigende Durchschnittsalter der Mitarbeiter.

Praktische Erfahrungen und Ideen für Unternehmen sollen am 26. Februar auf Schloss Hasenwinkel im Mittelpunkt der ersten Demografiekonferenz der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern stehen.

„Diese Demografiekonferenz ist vor allem für Geschäftsführer und Entscheider der Unternehmen interessant. Sie haben schließlich die Weichen zu stellen und können Anregungen und Ideen aus allen Richtungen gut gebrauchen“, appellierte Hans-Dieter Bremer an die Unternehmerkollegen.

Ralf Lorber, Geschäftsführer der EGGER Holzwerkstoffe in Wismar, wird sich bei der Konferenz zum Beispiel an einer Podiumsdiskussion über die Fachkräftesicherung beteiligen. Thomas Wurst, Stahlbauunternehmer aus Bersenbrück, wird sein Rezept zur Gesunderhaltung von Beschäftigten verraten. Und NORDMETALL – Verband der Metall-Elektroindustrie stellt auf der Tagung ein praktisches Verfahren zur Analyse demografischer Handlungsfelder für Unternehmen vor.

Anmeldungen sind ab sofort möglich.
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