2017 fast gecancelt

Jahresabschlußzeit – mal wieder. Foto: M.M.

Nun sind der Worte für 2017 fast genug gewechselt. Aber unsere politische Elite kann nicht anders. Es geht mit den An- und Aussprachen weiter – zu Weihnachten, Silvester und Neujahr.

Redezeit ist nicht vorbei

Zwar haben wir nur eine geschäftsführende Regierung, die unserer Deutschland GmbH vorsteht, aber lieber vorstehen als zurückstehen. Und: Reden, reden, reden.

Die CDU/CSU redet sich die Wählergaben vom 24.September schön. andere trinken sich das Jahr 2017 noch schöner. Die FDP will erst einmal nicht regieren. Die SPD will hingegen regieren und opponieren. Am liebsten für und gegen sich. Die AfD will Frau Merkel jagen. Man stelle sich den Wettlauf zwischen Frau Merkel und Herrn Gauland  dabei in etwa vor, wie das Wettlaufen zwischen Hase und Igel. Während der Igel, also Frau Merkel, ruft: „Ich bin schon all hier!“, muß der Hase, Herr Gauland, verblüfft feststellen, dass Frau Merkel (Igel)  ihn einholte, ohne zu überholen. Das ist eben nicht nur märchenhaft, sondern ostdeutsche Dialektik a la Ulbricht.

Hasen kommen und gehen

Vielleicht hat ein anderer Hase da mehr Erfolg? Wenn der Osterhase 2018 selbige Eier bringt, soll ja die neue Bundesregierung stehen… Wenn nicht, dann wird es geschäftsführende Neuwahlen geben.

Was war noch?

Was war 2017 aber sonst noch? Nobelpreise wurden vergeben, Oscars dito und Medaillen an gedopte oder nicht gedopte Sportler. Nach wie vor ist der Krieg ein Mittel der Politik – und das im 21.Jahrhundert. Der Mensch mag alt werden wie eine Kuh und lernt dennoch nichts dazu! So heißt es schon in einer alten Volksweisheit.

2017 war ein fürchterliches Jahr. Eine oder einer rief – und was war? Alle rannten hinterher. Es ist so ähnlich wie bei den DDR-Konsum-Läden. Kaum bildete sich eine Schlange vor diesen, schon stellte man sich an – in der Hoffnung, etwas zu bekommen, was es sonst nicht gab. … Nur um dann festzustellen, dass man leider derjenige war, der – leider, leider – „als Erster“ keine Bananen mehr abbekam. Und das nach 3 Stunden Wartezeit.

Lehren und Hoffnungen

So ist es heute wieder: Die meiste Zeit des Lebens wartet man vergebens!

Was lehrt uns das? … 2017 den Wartesaal verlassen und selbst Lokomotivführer spielen. Damit man ja an der Spitze des gesellschaftlichen Fortschritts mit marschieren kann. Vorwärts immer! Rückwärts nimmer! Hoffentlich gibt es keine zwei Zentimeter Neuschnee… Dann kann der Zug nicht abfahren und zurück geht es dann doch in den Wartesaal!

Möge uns Petrus also wohlgesonnen sein! Aber der hat mittlerweile auch Besseres zu tun!

Marko Michels