Gemeinsames Theaterprojekt entsteht in den nächsten zwei Jahren in Schwerin und Rostock

Das Staatstheater in Schwerin. M.M.

Das Projekt „Das Land dazwischen“ ist eine Kooperation des freien Theaterkollektivs AKA:NYX, des Mecklenburgischen Staatstheaters und des Volkstheaters Rostock. Im März 2018 wurde es von der Jury des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes als eine von bundesweit 26 Kooperationen für seine beispielhafte Erprobung neuer Formen der Zusammenarbeit und Produktionsweise ausgewählt.

Im Laufe von zwei Jahren sollen Geschichten von Menschen aus Schwerin, Rostock und dem Land dazwischen gesammelt, miteinander ausgetauscht und auf Reisen durch den Nordosten geschickt werden. In zwei großen Premieren, im September 2018 in Schwerin und 2019 in Rostock, sowie in weiteren Begleitveranstaltungen wird im Gestern und Heute nach Perspektiven für das Morgen geforscht.

Startschuss für „Das Land dazwischen“ ist die Uraufführung des Rechercheprojekts „Linien“ im September 2018 am Mecklenburgischen Staatstheater. Noch vor der Premiere präsentieren in einer einmaligen „Kick-off“-Veranstaltung am 11.05.2018 um 19.30 Uhr im E-Werk in Schwerin die Regisseurin Nina Gühlstorff mit Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Ensemble exklusiv und mit musikalischer Begleitung erste Recherche-Ergebnisse.

Im Mittelpunkt stehen Familiengeschichten aus Schwerin, die in verschiedenster Weise von der DDR und deren Zusammenbruch geprägt wurden. Dabei wird dokumentiert, wie die Familienmitglieder verschiedene politische Systeme und gesellschaftliche Verhältnisse erlebten, welche Auswirkungen diese auf ihre Biographien hatten.

Volkstheater Rostock. Foto: Pressestelle / Volkstheater Rostock

Im Frühjahr 2019 kommt das Projekt dann ans Volkstheater Rostock, wenn Biographien von Rostockerinnen und Rostockern im Zentrum der theatralen Forschungsarbeit stehen. Tiefergehende Kooperation mit lokalen Playern und das gemeinsame-Sache-Machen mit den Menschen der Region ist Programm für das Volkstheater. Diese Linie aufnehmend, wird Teil 2 von „Das Land dazwischen“ an dem Rostocker Haus entwickelt.

Nina Gühlstorff, gebürtige Ratzeburgerin, studierte Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und arbeitet an renommierten Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gemeinsam mit Dorothea Schroeder gründete sie 2003 den Verein AKA:NYX, der sich auf partizipative und dokumentarische theatrale Formen spezialisiert hat.

Dorothea Schroeder wurde in Mettmann geboren und studierte Regie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seitdem arbeitet sie als freie Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater in Deutschland, Kroatien und der Schweiz. Beide Regisseurinnen realisierten 2015 zusammen das zweijährige Kooperationsprojekt „Believe Tank“ am LTT Tübingen.

„Das Land dazwischen“ ist eine Kooperation des AKA:NYX, des Mecklenburgischen Staatstheaters und des Volkstheaters Rostock. Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeszentrale für politische Bildung und die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes.

Pressemitteilung des Mecklenburgischen Staatstheaters