Start der Frauenfußball-WM 2011

ROSTOCK. Im Rahmen der Veranstaltung „FrauenFußballGeschichte(n)“ zum Start der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 betont die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD): „Ich freue mich, dass die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen endlich beginnt! Die Fußball-Frauen werden der Welt erneut ihr Können präsentieren und die Menschen auf allen Kontinenten begeistern. Die WM im eigenen Land wird hoffentlich dazu beitragen, dass hierzulande die Leistungen der Fußball-Frauen eine höhere Anerkennung findet und eine ähnliche Welle der Begeisterung wie die beiden Männerfußball-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 auslöst.“

Bereits zu seinen Anfängen wurde Fußball von Frauen und Männern gespielt, bevor er sich zu einem Massensport der Arbeiter entwickelte und der Frauenfußball von den Nationalsozialisten als unerwünscht erklärt wurde. Auch der DFB hatte 1955 den Frauenfußball innerhalb seines Verbands verboten, und hielt dieses Verbot bis 1970 aufrecht. „Aber Frauen sind genauso körperlich in der Lage, Fußball zu spielen wie Männer. Sie spielen nicht „besser“ oder „schlechter“, nur vielleicht anders“, so Seemann. Die Grundlage für einen breiten Frauenfußball in Deutschland sei jedoch eine gute Jugendarbeit. Dafür fehle es zwar nicht an interessierten Mädchen, aber oftmals noch an einer ehrenamtlichen Betreuung oder an qualifizierten Übungsleitungen. Auch sei es notwendig, dass die Fußballgremien wie FIFA und DFB mehr Frauen in ihren Spitzenfunktionen haben.

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat bisher 2 Weltmeisterschaften (2003 und 2007) und sieben Europameisterschaften gewonnen. Sie war die erste Frauennationalmannschaft, der es gelang, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen und könnte mit einem erneuten Sieg der Weltmeisterschaft unangefochtener Spitzenreiter bei den Fußball-Weltmeistertiteln der Frauen werden. In Mecklenburg-Vorpommern sind von ca. 52.000 Mitgliedern fast 2.500 Mädchen und 1.400 Frauen Mitglied im Landesfußballverband. Allein von 2010 bis 2011 ist deren Zahl um 700 gestiegen.

Die Veranstaltung „FrauenFußballGeschichte(n)“ ist die Auftaktveranstaltung der Reihe „Zeit, dass sich was dreht. Frauen am Ball“, die unter anderem vom Landesfrauenrat M-V e. V. und der Heinrich-Böll-Stiftung MV vom 26. Juni bis 16. Juli 2011 im Freigarten des Peter-Weiss-Hauses, Doberaner Straße 21 in Rostock durchgeführt wird. Jeweils im Anschluss an die Veranstaltungen gibt es das Angebot des gemeinsamen Public Viewings der Fußballspiele.

Weitere Informationen auf: www.boell-mv.de.

Quelle: Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung