Rügen. Zu der geplanten Bettensteuer auf Rügen äußert sich Sebastian Koth, Kreisvorsitzender der Jungen Liberalen Nordvorpommern, zu dem auch die Insel Rügen gehört, wie folgt:

Sebastian Koth„Von der Tabaksteuer über die Hundesteuer bis zur Schaumweinsteuer, kann man wohl alles mit einer Steuer belegen, wenn man Geld braucht. Nun soll eine Bettensteuer die regionale Infrastruktur auf Rügen stärken und einen kostenlosen Bustransport für Touristen ermöglichen. In der jetzigen Zeit ist diese Forderung zur  Einführung einer neuen kommunalen Abgabe fehl am Platze. Denn die Besucherzahlen der Hoteliers gehen zurück. Dies ist Fakt.
Allein die Pensionen und Hotels zur Kasse zu beten ist aus Sicht der Jungen Liberalen nicht vertretbar. Es gibt mehrere Wirtschaftszweige, die ebenso direkt oder indirekt an dem Tourismus mitverdienen. Hierbei sind nicht nur die Einzelhändler mit ihren Souvenirshops gemeint, sondern auch Handwerker, die kleine oder größere Reparaturen in den Hotels durchführen.
Daher sagen wir JuLis, dass eine Bettensteuer keine Lösung darstellt!
Eine einseitige Besteuerung der Übernachtungsstätten kann nicht der Sinn eines zukunftsgerichteten Handelns sein. Eine solche Geldabgabe wird durch die Hotels in der jetzigen Situation wohl dann einfach an die Touristen weitergegeben, sodass es die Selbigen eher abschreckt ihren Urlaub auf der Insel Rügen zu verbringen.
Wir finden, dass ein Tourismusfördertopf aus kommunaler Hand grundsätzlich keine schlechte Idee ist. Doch wenn dieser durch eine einseitige Besteuerung zustande kommt, deren Zweck für alle im Endeffekt einen Nutzen hat, ist dies nicht gerecht.“