Die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern war nach Berechungen des Statistischen Amtes am Ende des Jahres 2007 im Durchschnitt 44,2 Jahre alt. Damit ist das Durchschnittsalter seit 1990 infolge der selektiven Abwanderung insbesondere junger Menschen, des Geburtendefizits und der gestiegenen Lebenserwartung um 8,4 Jahre gestiegen. Aufgrund der höheren Lebenserwartung der Frauen war deren Durchschnittsalter Ende 2007 mit 46,0 Jahren um immerhin 3,6 Jahre höher als das der Männer (42,4 Jahre).
Regional betrachtet zeigen sich deutliche Unterschiede. So weist die kreisfreie Stadt Greifswald mit 41,9 Jahren die jüngste Bevölkerung im Land aus. Eine vergleichsweise junge Bevölkerung haben auch die Landkreise Nordwestmecklenburg (42,7 Jahre), Bad Doberan und Ludwigslust (43,4). Am ältesten ist die Bevölkerung in der kreisfreien Stadt Wismar (45,4 Jahre).

Noch größere Unterschiede zeigen sich bei den 849 Gemeinden des Landes. Die Gemeinden mit der jüngsten Bevölkerung – Lüdersdorf (36,3 Jahre), Selmsdorf (37,4) und Niendorf (37,5) – liegen im Landkreis Nordwestmecklenburg in unmittelbarer Nachbarschaft zu Lübeck. Die drei Gemeinden mit der ältesten Bevölkerung sind in den Landkreisen Nordwestmecklenburg – Bibow (50,5) -, Demmin – Hohen­bollentin (51,2) – und Mecklenburg-Strelitz – Voigtsdorf (51,3) – zu finden.

Die Gründe für das sehr unterschiedliche Durchschnittsalter der Bevölkerung zwischen den Städten und Gemeinden sind vielfältig. Neben besonderen Gegebenheiten, wie einem hohen Studentenanteil, prägen Standorte größerer Alten- und Pflegheime und Kurbetriebe die Altersstruktur der Bevölkerung mit. Weitere Einflussfaktoren bilden die Zu- und Fortzüge, insbesondere von jungen Menschen und Familien mit Kindern, sowie die Höhe der Geburtenrate.