Am Montag ist in Warnemünde der neue Liegeplatz 8 für Kreuzfahrtschiffe offiziell in Betrieb genommen worden.

„Der Ausbau des ehemaligen Hafenbeckens war dringend erforderlich, um den Andrang an Kreuzfahrtschiffen angemessen bewältigen zu können“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel bei der Inbetriebnahme in Warnemünde. „Es können größere Schiffe mit mehr Passagieren anlegen und sie nehmen das Angebot an.“ Für das laufende Jahr sind über 100 Anläufe avisiert.

Das Wirtschaftsministerium hat die Baumaßnahme mit mehr als sieben Millionen Euro gefördert. Alte Gebäude wurden abgebrochen, Flächen befestigt und eine neue Straßenführung errichtet. Die desolate Kaikante musste auf mehreren hundert Metern erneuert werden. „Jetzt können Schiffe mit größerem Tiefgang bis 10 Meter anlegen“, sagte Seidel.

Mit der Inbetriebnahme wurde auch das neue Kreuzfahrtschiff der Kussmund-Flotte in Rostock begrüßt. Die „AIDAbella“ ist das fünfte Schiff in der Flotte der in Rostock ansässigen Reederei AIDA Cruises. Der rund 320 Mio. Euro teure Kreuzliner soll am Mittwoch in Rostock-Warnemünde getauft werden und einen Tag später zu seiner Jungfernfahrt auf der Ostsee aufbrechen.

AIDA Cruises ist das größte deutsche Kreuzfahrtunternehmen und hat seinen Firmensitz im Stadthafen Rostock. Derzeit arbeiten rund 500 Mitarbeiter am Standort Rostock, Tendenz weiter steigend. Zur Zeit ist jeder dritte deutsche Kreuzfahrttourist Gast auf einem AIDA-Schiff. „Mit weiteren neuen und modernen Schiffen hat die Reederei hier den richtigen Kurs eingeschlagen“, sagte Seidel. Im vergangenen Jahr verzeichnete die AIDA-Flotte 260.000 Passagiere.

Rostock-Warnemünde hat sich in den letzten Jahren zu einer international anerkannten Adresse im Kreuzschifffahrtsmarkt entwickelt. „Die ganze Region profitiert von den Anläufen und der Hafen wird zunehmend wichtiger als Standort zum Passagierwechsel“, sagte Seidel. Mehr als 170.000 Passagiere werden in diesem Jahr in Rostock erwartet.