Deutschlandauswahl auf Medaillenkurs

v.l.n.r.h. Mirko Prehn, Frank Wobser, Mario Arndt, Jörn Bartel, Horst Jeske; vorn Olaf Engelmann, Lars Osten-GöbelIm Gastgeberland der Fußball-WM befinden sich die Sportschützen der Deutschlandauswahl mitten in den Vorbereitungswettkämpfen für die 9. WM im DTL Trap vom 19. bis 21. März 2010. Qualifiziert haben sich Sportschützen aus Mecklenburg-Vorpommern, aus den Schützenvereinen Warin und Vier Tore aus Neubrandenburg sowie aus Niedersachsen. Insgesamt werden über 300 Schützen aus 18 Nationen weltweit u.a. aus Australien, Neuseeland, Irland, England, den USA und mehreren Ländern Europas erwartet.

An 5 Tagen werden im Vorfeld der WM verschiedene Runden- und Qualifizierungswettkämpfe im DTL und ATA bestritten. So konnten sich der Neubrandenburger Sportschütze Olaf Engelmann auf Platz 1, der Braunschweiger Lars Osten-Göbel auf Platz 2 in der Klassifizierung „C“ beim ATA und der Neubrandenburg Jörn Bartel in der Klassifizierung „B“ auf Platz 3 beim DTL behaupten. Die Sportschützen Mirko Prehn, Frank Wobser und Mario Arndt wurden beim ATA in der Klasse „B“ auf die Plätze 4, 6 und 14 verwiesen. Beim ATA, auch American Trap, darf der Schütze die Wurfscheibe nur mit einem Schuss beschießen. Hingegen er beim DTL, Down The Line, je Wurfscheibe 2 Schuss zur Verfügung hat. Dabei sind Richtung und Höhe der vom Schützen wegfliegenden Wurfscheibe nicht bekannt. Mit ca. 15 Millionen Mitgliedern vertreten die ATA und DTL Schützen gemeinsam die weltweit größte Vereinigung der Wurfscheibenschützen, so Horst Jeske. Jeske ist seit langem ein Förderer der Wurfscheibendisziplinen in Norddeutschland, sowohl der olympischen, als auch der nicht olympischen. Er vertritt Deutschland bei der WM mit seinen 67 Jahren mittlerweile in der Seniorenklasse.

Jeske begleitet die deutschen Sportschützen seit dem 05. März in Südafrika beim Training und im Wettkampf. Das ausgiebige Training, als auch die Anpassung an die Klimaverhältnisse seien notwendig, so Jeske. Die deutschen Wurfscheibenschützen befinden sich in Deutschland im Monat März noch in der Winterpause. Nach seinen Aussagen sind die Trainingsbedingungen in Südafrika ausgezeichnet. So können die Schützen hier ganzjährig unter optimalen Bedingungen trainieren. Das sieht zu Hause in Deutschland ganz anders aus, weiß der „Alte Wurfscheibenhase“ Jeske zu berichten.

Durch die längere Winterpause von 3-4 Monaten und den schwierigen Rahmenbedingungen für das Wurfscheibenschießen, speziell in Jeskes Heimatbundesland Mecklenburg-Vorpommern, hinken wir im internationalen Vergleich hinterher, so Jeske. Aber auch die Unterstützung und Förderung dieser Sportarten durch die international aufgestellten Verbände funktioniert aus seiner Sicht nicht nur unkomplizierter, sondern auch besser. Aus seiner Sicht müssen sich Verbände und Politik in Deutschland wieder mal an einen Tisch setzen, um ganz klar abzustecken, was im Rahmen der Sportförderung und notwendigen Rahmenbedingungen geleistet werden muss, damit wir international eine Rolle auf dem Schießsportparkett spielen können, so der Wariner Horst Jeske.