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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Sozialministerin Schwesig mahnt: „Bei der AIDS-Prävention nicht nachlassen!“

Nach der Billigung der „Leitlinien für eine zeitgemäße Prävention zu HIV/AIDS“

MSchwesig„Jetzt können wir noch besser und zielgerichteter Vorbeugung betreiben“, kommentiert Sozialministerin Manuela Schwesig die gestern vom Kabinett gebilligten „Leitlinien für eine zeitgemäße Prävention zu HIV/AIDS“. Zwar sei es der Medizin gelungen, die Folgen der Erkrankung teilweise zu mildern, sagte Ministerin Schwesig, „aber wahr bleibt: AIDS ist nicht heilbar.“ Sie rufe alle gesundheitspolitischen Akteure dazu auf, „das Schlagwort „Safer Sex nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“

Vor einem Vierteljahrhundert wurde eine Krankheit namens AIDS erstmals erwähnt. Fachleute haben festgestellt, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland seit etwa zehn Jahren wieder ansteigt. Sie führen das auf die erwähnten Erfolge bei der antiviralen Therapie zurück, die offensichtlich eine gewisse Sorglosigkeit erzeugt haben. Dies gilt besonders für die so genannten Risikogruppen, zu denen Homosexuelle zählen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern steigt die Zahl der HIV-Neuinfektionen wieder an, allerdings auf niedrigem Niveau. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Mecklenburg-Vorpommern 203 HIV-Erstdiag-nosen gestellt, 27 dieser Diagnosen stammen aus dem vergangenen Jahr (2008). Weltweit infizieren sich jährlich 2,5 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus, die meisten im südlichen Afrika.

Um noch effektiver Aufklärung und Prävention betreiben zu können, hat das Sozialministerium 2006 den „Landeskoordinierungskreis AIDS“ ins Leben gerufen. Ihm gehören Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, des Bildungsministeriums, der AIDS-Hilfen, des „Mobilen Aufklärungs-Teams zu Sexualität und AIDS“, der Ärztekammer, der Kirchen und der Krankenkassen an. „Mit den jetzt vorgelegten Leitlinien wollen wir dazu beitragen, den weiteren Anstieg von HIV-Infektionen zu unterbinden“, sagte Sozialministerin Manuela Schwesig. Vor allem will man sich in der Prävention noch stärker als bisher an die Risikogruppen wenden.


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