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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Neues Blockheizkraftwerk in Wolde gebaut

Seidel: Umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugen

Die Green Energy Wolde GmbH baut in Wolde (Landkreis Demmin) ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Das in einer eigenen Biogasanlage produzierte Gas soll in dem BHKW verbrannt werden. „Strom und Wärme werden auf diese Weise umweltfreundlich erzeugt. Ziel ist es durch die Wärmelieferung die konventionelle Wärmeerzeugung zu ersetzen und damit einen Beitrag zur CO2-Einsparung zu leisten. Neben der Verstromung des Gases ist auch die Nutzung der Abwärme im Nahwärmenetz vorgesehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Jürgen Seidel am Mittwoch in Schwerin. Das zu bauende BHKW wird mit einer elektrischen Nennleistung von 370 kW ausgelegt. Geplant ist es durch die Erzeugung von Wärme  rund 2.160 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Das Unternehmen betreibt vor Ort bereits eine Biogasanlage. Seit Ende August dieses Jahres speist ein bereits vorhandenes BHKW 500 kW ins Stromnetz ein.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit rund 145.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). „Gefördert wird der Bau aus der Richtlinie Klimaschutz“, so Seidel weiter. „Mit dem Strategiepapier ´Energieland 2020´ und dem ´Aktionsplan Klimaschutz MV´ haben wir anspruchsvolle Ziele zum Einsatz Erneuerbarer Energien für Mecklenburg-Vorpommern festgeschrieben“, sagte Seidel. Gefördert werden unter anderem die Errichtung des wärmegeführten Blockheizkraftwerkes, eines Nahwärmenetzes sowie eine Biogasleitung zwischen Biogasanlage und BHKW. Das geplante Nahwärmenetz soll in Wolde ein Büro- und Wirtschaftsgebäude sowie weitere landwirtschaftliche Gebäude eines ansässigen Unternehmens beliefern. Der erzeugte Strom soll in das Stromnetz eingespeist werden.

„Derzeit können ca. 6.000 Arbeitsstellen im Land den Erneuerbaren Energien zugerechnet werden. Es ist durchaus realistisch, dass mit Erreichen der Ausbauziele im Jahr 2020 ca. 21.000 Arbeitsplätze mit der Nutzung Erneuerbarer Energien verbunden sein werden.“ In Mecklenburg-Vorpommern betrug im Jahr 2009 der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 51 Prozent an der Gesamtstromerzeugung. Bis zum Jahr 2020 soll die regenerative Stromerzeugung auf das 5,6-fache gegenüber 2005 gesteigert werden.

In Mecklenburg-Vorpommern sind bereits 267 Biogasanlagen und 11 Biomasseheizkraftwerke am Netz (Stand vom 31.12.2009). Diese Anlagen haben im vergangenen Jahr 1.236.930 MWh Strom erzeugt. Allein durch diese eingespeiste Strommenge konnten 711.234 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermieden werden.“

Quelle: WM


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