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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Neuer „Independence Day“ in den USA?! Trump gewinnt US-Wahl

Donald Trump wird 45.Präsident der USA

Donald hat es geschafft. Was am Ende sogar seine Anhänger nur erhofft, aber nicht erwartet hatten, traf ein: Der Selfmade-Milliardär Donald Trump wird der 45.Präsident der USA.

Waterloo für US-Demokraten

Die haushohe Favoritin Hillary Clinton und ihre Demokraten erlitten ein Waterloo. Trotz massiver Unterstützung der meisten amerikanischen Medien, vermeintlicher „Stars“ aus Wirtschaft, Film, Musik oder Entertainment und sozialliberaler bzw. konservativer Politiker aus Europa, die – einzigartig – klar auf Seiten Clintons positionierten.

Selten lagen zudem die Demoskopen so daneben. Diese hatten einen klaren Erfolg von Hillary Clinton prognostiziert und Trump lediglich eine Erfolgschance von knapp 10 Prozent eingeräumt.

Katzenjammer bei führenden deutschen Politikern

Von führenden deutschen Politikern von SPD, Grünen, Linken und CDU wurde Trump gar als „Hassprediger“, „radikaler Populist“ und „Demagoge“ tituliert. Viele deutsche Mainstream-Medien schlossen sich diesem (Vor-)Urteil an.

Nun beginnt beim politischen Establishment in Deutschland der große Katzenjammer, zumal die Wahlentscheidung in den USA eine klares Votum gegen den hiesigen vermeintlichen politischen Zeitgeist – „Frauen an die Macht!“ – war. Dabei sollte doch nicht das Geschlecht, sondern Kompetenz und Charakter zählen. …Faktoren, die in Deutschland jedoch keine Rolle mehr spielen – wie auch bislang in den USA: Hauptsache die jeweilige „Typin“, der jeweilige Typ hat das richtige Parteibuch, den einflussreichen Gönner im Hintergrund und das notwendige Geld auf dem Konto.

Trump als Chance

Man mag Trump extrem kritisieren können. Es gibt viele Redebeiträge von ihm, die mehr als diskussionswürdig sind. Man mag ihn nicht sympathisch finden, auch dafür gibt es gute Gründe. Und zu Recht wird ihm mangelnde politische Erfahrung vorgeworfen.

Aber: Wohin führte die politische Erfahrung der Obama-Clinton-Demokraten?! Ist die Welt seit 2008 wirklich sicherer geworden? Wurde die damals schon bestehende innere Zerrissenheit durch Barack Obama und Hillary Clinton in der Folgezeit überwunden? Verlief die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der USA in den letzten Jahren positiv? Klares NEIN.

Die Welt wurde unter Barack Obama, dem vorschnell der Friedensnobelpreis 2009 zuerkannt wurde, keinesfalls sicherer. Weltweit toben 47 Kriege und kriegerische Konflikte, fast 70 Millionen Menschen, so viele wie seit dem Ende des zweiten Weltkriegs nicht mehr, sind auf der Flucht. Der afrikanische Kontinent, der jahrzehntelang unter Kolonialismus, Neokolonialismus und dem Schüren von innerstaatlichen Auseinandersetzungen „dank“ westlichen Einflusses litt, bleibt weiterhin wirtschaftlich abgehängt.

Und die Welt erlebt einen neuen „Kalten Krieg“. Die meisten Staaten auf diesem Planeten erleben gegenwärtig wirtschaftliche Miseren. Die Folgen der so genannten „Banken-Krise“ 2007/2008 sind längst nicht überwunden – im Gegenteil. Wehe, man ist ein Kritiker des realen Demokratismus, gilt man schnell als Extremist, ob von „links“ oder von „rechts“.

Realer Blick auf Donald Trump

Ob Trump nun der große politische Heilsbringer sein wird, ist eher zweifelhaft. Aber gerade, weil viele, gerade in Europa, so wenig Zutrauen in einen US-Präsidenten Donald Trump haben, liegt auch dessen große Chance – innen- wie außenpolitisch. Wie wurde seinerzeit, 1980, ein Ronald Reagan angefeindet. Am Ende ging dieser auch als historischer Präsident (der 40.) in die Geschichte ein, dem es zusammen mit dem Michail Gorbatschow gelang, den Ost-West-Konflikt zu überwinden. Zudem „kurbelte“ Reagan die seinerzeit lahmende US-Wirtschaft wieder „an“ und konnte bei der gesamten amerikanischen Bevölkerung punkten.. Dessen Nachfolger George W. Bush setzte dessen Politik dann erfolgreich fort.

Leider hat das hiesige deutsche Establishment noch immer nicht begriffen, dass Trump nicht nur ein Risiko, sondern auch eine Chance bedeuten kann – im Hinblick auf die Beendigung der Konfrontation mit Russland, auf neue diplomatische Initiativen zur Beendigung vieler globaler Konflikte und auf neue Formen wirtschaftlicher Kooperationen.

Wie ist die politische Entwicklung außerhalb der USA?!

Warum wenden sich – nicht nur in den USA, sondern weltweit – viele Menschen von den etablierten sozialen, liberalen und konservativen Parteien ab und wenden sich neuen politischen Gruppierungen zu? Doch nicht, weil diese etablierten Parteien eine hervorragende Politik für die Mehrheit der Menschen durchsetzt! Im Gegenteil. Man kann diese Sprüche „Uns geht es gut!“, „Wir schaffen das!“ und „Die Wirtschaft boomt!“ nicht mehr hören.

Dieses Gerede von einem vermeintlichen „Fachkräftemangel“, das Präsentieren geschönter Statistiken zum Arbeitsmarkt, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur „Energiewende“ und das weitestgehende Fehlen einer sachlich-kritischen tragen doch zur Politik-Verdrossenheit bei.

Blick auf M-V

Auch hier in Mecklenburg-Vorpommern sprachen sich die meisten der etablierten Politikerinnen und Politiker für Hillary Clinton als neue US-Präsidentin aus. Die gleichen Politikerinnen und Politiker, die verbal viel über soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit für „jederfrau“ bzw. jedermann schwadronieren und sich für reale oder nur gewünschte Erfolge ausgiebig feiern lassen. Die Realität in M-V ist eine andere. Wer (auch hier) nicht über politische Mäzene verfügt, den „dicken Geldbeutel“ oder unkritisch den Demokratismus hinnimmt, wird an den Rand gedrängt, muss  extrem ums Überleben kämpfen.

Ist Besserung in Sicht?! Wahrscheinlich nicht. Aber in M-V, dem Land der Schlafschafe, Lemminge und Hamster, kann es auch einmal einen Trump oder „eine Trumpine“ geben…

Übrigens: Den Erfolg der Republikaner in den USA komplettieren deren Ergebnisse zu den Wahlen zum US-Kongress. Sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat erreichten die Republikaner eine Mehrheit. Damit kann Trump durchregieren. Rund 219 Millionen US-Bürgerinnen und -Bürger durften wählen, die Wahlbeteiligung war relativ hoch.

Last but not least: Der erste amerikanische Präsident war George Washington von 1789 bis 1797. Der am längsten amtierende US-Präsident war Franklin Delano Roosevelt, der vom März 1933 bis April 1945 amtierte. Der Vorgänger von Donald Trump, Barack Obama, hatte/hat  „das Amt“ zwischen Januar 2009 und noch bis Anfang 2017 inne.

Marko Michels

 

 

 


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