LAKD erhält neues Forschungsschiff

Minister Tesch: Unterwasserarchäologie wird weiter gestärkt

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) erhält für unterwasserarchäologische Arbeiten ein geeignetes Schiff. Kultusminister Henry Tesch hat dazu heute eine Vereinbarung mit der Firma UWA-Logistik GmbH auf den Weg gebracht, die es dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege ermöglicht, für seine Unterwasserarchäologie das dafür ausgestattete Schiff GOOR II anzumieten.

Weiterhin ist geplant, ab 2012 zwei neue Stellen für die Unterwasserarchäologie zu schaffen. Diese Stellen sind notwendig, um die gesetzlichen Landesaufgaben zu erfüllen.

Kultusminister Tesch: „Ich freue mich, dass wir mit dem Schiff die Arbeitsbedingungen für die Unterwasserarchäologie grundlegend verbessern können. Die bisherigen Arbeitsmittel für unterwasserarchäologische Bergungs- und Dokumentationsarbeiten waren unzureichend. Mit der Anmietung des Tauchereinsatz- und Forschungsschiffes „GOOR II“ sind ab August zeitnahe Einsätze in ganz Mecklenburg-Vorpommern möglich.“

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege ist neben dem Schutz der Bodendenkmale an Land auch für den Schutz der Bodendenkmale unter Wasser zuständig. Bei überraschenden Funden, aber auch bei langfristig geplanten Grabungen, wie z.B. beim Bau der Nordstream-Pipeline, stand bislang kein Fahrzeug zur Verfügung, das für unterwasserarchäologische Bergungs- und Dokumentationsarbeiten ausgerüstet war.

Mit der Firma UWA-Logistik ist ein Weg gefunden worden, ein für unterwasserarchäologische Arbeiten geeignetes Fahrzeug zu beschaffen und dauerhaft für die Nutzung durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege vorzuhalten. In den Zeiträumen, in denen das Schiff nicht für Bergungen und Dokumentationen verwendet wird, wird es von der Firma UWA-Logistik auch an andere Interessenten, z.B. an den ehrenamtlich arbeitenden Verband der Unterwasserarchäologen Mecklenburg-Vorpommern, vermietet.

Im Vergleich zu Fischereifahrzeugen und anderen Arbeitsschiffen wird die „GOOR II“ in Hinblick auf Forschungstaucherarbeiten und Sondierungsfahrten den Vorteil haben, dass es für Grabungen, Monitoring oder auch spontane Erkundungsfahrten flexibel und schnell einsetzbar ist.

Das Schiff wird nach Umbauarbeiten ab dem 01.08.2011 einsatzfähig sein. Der Heimathafen ist dann Wiek auf Rügen.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV