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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Konzept des phanTECHNIKUM im Bildungsministerium

Modell und Konzept des künftigen Wismarer Mitmach-Museums phanTECHNIKUM im Bildungsministerium ausgestellt

HTKKultusminister Henry Tesch hat heute, am Dienstag, den 2. September 2008, im Foyer des Bildungsministeriums eine Ausstellung über das künftige phanTECHNIKUM eröffnet und dafür einen Fördermittelbescheid aus dem Zukunftsfonds des Landes in Höhe von 20 000 Euro an den Verein Technisches Landesmuseum e.V. übergeben.

Das phanTECHNIKUM ist eine Weiterführung des Technischen Landesmuseums am neuen Standort in Wismar, wobei die Landessammlung zur Technikgeschichte am derzeitigen Standort in Schwerin in das Ausstellungskonzept phanTECHNIKUM integriert wird.

Im Bildungsministerium werden das Modell und das Konzept dieser Einrichtung, die sich mit Ausstellung und Werkstattangeboten an Kinder und Erwachsene richtet, vorgestellt. Phantasie und Bildung, Technik und Erlebniswelt werden zukünftig am neuen Standort in Wismar miteinander verbunden, Informationen vermittelt und kreatives Denken angeregt.

Bildungsminister Tesch verwies bei der Ausstellungseröffnung darauf, dass die Förderung technischer Bildung von Kindern und Jugendlichen eines der großen Themen in der Bildungsarbeit ist, wobei zunehmend Wert darauf gelegt wird, die Vermittlungsarbeit mit spielerischen Mitteln zu verbinden.“Denn – wenn aus Physik ein Erlebnis wird, wenn Naturwissenschaften zum Spielen einladen, dann ist die Begeisterungsfähigkeit von Kindern groß und der Bildungswert nachhaltig“, sagte Minister Tesch.

Die pädagogische Arbeit wird sich auf außerschulische Projekte für Schüler ab der Grundschule konzentrieren. Als Ausgangspunkt für diese Angebote soll eine attraktive interaktive Ausstellung erarbeitet werden, die aus Mitteln des Zukunftsfonds des Landes bestritten wird.

Hintergrund

Das Gesamtprojekt phanTECHNIKUM

Das neue „Mitmach-Museum“ wird durch seine interaktive Ausstellung und durch Kreativwerkstätten zu einer neuen, lebendigen Einrichtung werden. Dabei kommt der Ausstellung die Aufgabe zu, durch einen Blick in die Geschichte und in die Gegenwart kreative Ideen vorzustellen sowie durch Experimente und Modelle zum Mitmachen anzuregen.

Die Kreativwerkstätten für Jung und Alt (Projekttage bzw. Wochen, Kurse, Oldtimerwerkstatt u. a.) helfen, die Fähigkeit zur Kreativität zu schulen und zu festigen.

Die Experimentierstationen zeigen in leicht wiederholbaren Versuchen, wie sonst verborgene Mechanismen ablaufen und lassen darüber hinaus physikalisch Kräfte spürbar werden.

Es entsteht eine attraktive und lehrreiche Ausstellung für ein breites Publikum; der Besucher soll für eine gewisse Zeit vollständig in ein Thema „eintauchen“ können. Der vierdimensionale Zugang zum Thema kann Nicht-Wahrnehmbares wahrnehmbar machen und verführt zu anregender Interaktion. Für den Besucher entsteht eine spannende Erlebniswelt.

Das inhaltliche Konzept der künftigen Ausstellung
Die Ausstellung des phanTECHNIKUMs gliedert sich in folgende Abteilungen:

Luft – mehr als nichts
Wasser – spannende Eigenschaften
Feuer – der zündende Funke
Erde – fest und formbar

Die Landessammlung zur Technikgeschichte wird in ein Ausstellungskonzept integriert, das es ermöglicht, einen Großteil der vorhandenen Objekte zu präsentieren und dabei trotzdem die Ausstellung für den Besucher nachvollziehbar und übersichtlich zu gliedern.

In vier Abteilungen (vier Elemente) werden die Technikgeschichte sowie aktuelle und zukünftige technische Entwicklungen vorgestellt. Dabei wird in ausgewählten Bereichen auch das Thema „Technik und Verantwortung“ diskutiert (z. B. technische Entwicklungen für den Krieg im Bereich Luftfahrt, ethische Grenzen in der Medizintechnik im Sonderbereich Medizin usw.) Neben historischen Objekten erläutern Experimentierstationen: wie funktioniert das?

Vorgeschichte: Gründung in Schwerin

Das Museum ist 1961 als Polytechnisches Museum in Schwerin gegründet worden. Jährlich kamen bis zu 100.000 Besucher, um die Ausstellung im Schweriner Schloss zu sehen.

Mit dem Auszug aus dem Schloss nach 1990 wurde die Institution aus der Trägerschaft des Landes entlassen und 1996 der Verein Technisches Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern e.V. als Trägerverein gegründet. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Arbeit des Vereins mit einer jährlichen Projektförderung.

Entscheidung für Wismar

Im Jahr 2002 entschied eine deutliche Mehrheit der Vereinsmitglieder, das Angebot der Hansestadt Wismar (seit 1996 Vereinsmitglied) anzunehmen und die Landesausstellung zur Technikgeschichte und -gegenwart nicht in Schwerin, sondern in Wismar zu entwickeln.


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