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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Im Blickfeld: Die Universität Greifswald

Vor drei Wochen begann das Sommersemester 2015.

Auch die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald erfreut sich dabei unter den Studierenden großer Beliebtheit, hat zudem sowohl in Forschung und Lehre weit über die „Grenzen“ Greifswalds hinaus einen ausgezeichneten Ruf.

Wie ist aber aktuell „der Stand der universitären Dinge“ in Greifswald?!

Nachgefragt bei Jan Meßerschmidt, Leiter der Presse- und Informationsstelle der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

J.Meßerschmidt über die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald kurz vor dem Sommersemester 2015

„Forschungsstark, sehr beliebt und mit vielen Angeboten…“

Frage: Herr Meßerschmidt, kürzlich begann das Sommersemester 2015 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Wie viele Studierende hat die Uni zurzeit? Wie ist es um die Vielfalt der Studienmöglichkeiten bestellt?

Jan Meßerschmidt: Aktuell haben wir 11200 Studierende: Darunter sind 636 ausländische Studierende, wobei China mit 78 Studierenden das am stärksten vertretene Land ist, gefolgt von Russland mit 54 Studierenden.

Und noch eine wichtige Zahl: 56 Prozent aller deutschen Studentinnen und Studenten, die sich im Herbst 2014 neu eingeschrieben haben, kommen aus den alten Bundesländern und Berlin.

Insgesamt können Studieninteressierte aus rund 40 grundständigen Studienfächern auswählen, die zum großen Teil auch miteinander kombinierbar sind. Wer mehr wissen möchte, kann vom 23. bis 25. April 2015 während der Woche der Orientierung Uni-Luft schnuppern, sich mit Studierenden unterhalten und sich über die konkreten Studienmöglichkeiten informieren. Weitere Infos gibt es auf einer speziellen Internetseite, einfach eintippen wissen-lockt.de .

Frage: In den letzten Wochen wurde viel über die finanzielle Ausstattung der Hochschulen und Universitäten in M-V diskutiert. Wie bewerten Sie hierbei die Situation der Greifswalder Uni?

Jan Meßerschmidt: Ich denke, an allen Hochschulen des Landes wurde die Nachricht, dass freiwerdende BAföG-Mittel in die Hochschulen fließen werden, mit Erleichterung aufgenommen wurde.

Die Hochschulen konnten außerdem mit Unterstützung durch die Studierenden eine Anhebung des Ausfinanzierungsgrades durchsetzen, sowie gemeinsam mit allen Beteiligten eine gute Grundlage für zukünftige Bauvorhaben legen.

Wie die anderen Hochschulen auch, können wir mit dem Finanzierungsvorschlag aus Schwerin wieder normal arbeiten. Wobei für die Weiterentwicklung und Verbesserung insbesondere der Wettbewerbsfähigkeit mit konkurrierenden Hochschulen weitere Finanzmittel sehr hilfreich wären.

Frage: Die Universität Greifswald wird bald 560 Jahre… Was sind die „Standortvorteile“ der Greifswalder Uni im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten?

Jan Meßerschmidt: Nach Vorlesungen, Seminar und Selbststudium in wenigen Minuten mit dem Fahrrad an den Strand zu fahren, dass ist doch schon ein Standortvorteil, oder? Aber im Ernst, neben den weichen Standortfaktoren gibt es auch konkrete Fakten, die für ein Studium an unserer Uni sprechen.

In deutschlandweiten Umfragen zur Studien-Qualität geben uns unsere Studierenden seit Jahren sehr gute und gute Noten. So würden beispielsweise drei Viertel der Uni-Absolventen ihren Studiengang noch einmal wählen und gar 80 Prozent würden sich wieder für Greifswald entscheiden. Im Vergleich zu anderen deutschen Hochschulen wird beispielsweise die Betreuung durch Lehrende überdurchschnittlich gut bewertet. Unterm Strich können wir schon sagen, dass die hohe Qualität der Lehrveranstaltungen ein Markenzeichen für ein Studium in Greifswald.

Frage: An der Universität Greifswald wird natürlich auch Sport getrieben, insbesondere bei der Hochschulsportgemeinschaft. Wie ist dort der Zuspruch?

Jan Meßerschmidt: Der Hochschulsport der Universität kann sich nicht über mangelnde Nachfrage beklagen. Zum Semester-Start gibt es immer einen riesigen Andrang bei den besonders attraktiven bzw. populären Sportarten.

Und da komme ich wieder auf unser Lage an der Ostsee zurück: In Greifswald können Studierende Segeln und Surfen lernen; der Bodden vor der Haustür bietet dafür ideale Bedingungen. Und auf dem Fluss Ryck kann man Rudern oder mit dem Kanu fahren. Ich kann hier gar nicht alle Angebote vollständig auflisten, denn von A wie Aikido bis Z wie Zumba stehen fast 80 Kurse zur Auswahl.

Letzte Frage: Welche Schwerpunkte in Lehre und Forschung hat die Greifswalder Uni? Was sind deren „Markenkerne“?

Jan Meßerschmidt: Die Universität Greifswald ist eine forschungsstarke Universität. Ein Beleg für Qualität und Vielfalt der Forschung sind die zahlreichen Sonderforschungsbereiche, nationale und internationale Graduiertenkollegs und die Zentren für Innovationskompetenz.

Aktuell gibt es fünf Forschungsschwerpunkte an der Universität, das sind „Proteomforschung“, „Community Medicine und Individualisierte Medizin“, „Plasmaphysik“, „Kulturen des Osteeraums“ und – ganz neu – ein Forschungsschwerpunkt zum Klimawandel „Environmental Change: Responses and Adaptation“.

Kurz gefasst, es geht in allen Forschungsschwerpunkten um Themen, die von hoher gesellschaftlicher Relevanz sowohl national als auch international sind. Da geht es beispielsweise um den Kampf gegen multiresistente Krankheitserreger; es geht um die Sicherung einer guten individuellen der Krankenversorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung, es geht um Grundlagenforschung zur Plasmaphysik, die in Greifswald eine lange Tradition hat, es geht um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten über nationale Grenzen hinweg und es geht um die Veränderungen, die der Klimawandel nach sich zieht.

Dabei arbeiten die Greifswalder Wissenschaftler eng zusammen, über Instituts- und Fakultätsgrenzen hinweg, in Kooperationen mit internationalen Forschergruppen. Das ist eine der Markenstärken in der Forschung. Wer einen kleinen Einblick in die Arbeit der Forscherinnen und Forscher in Greifswald bekommen möchte, sollte am Tag der Wissenschaft am 13. Juni 2015 zum historischen Campus kommen. Herzlich willkommen. (siehe auch uni-greifswald.de/tagderwissenschaft2015 !)

Vielen Dank und weiterhin eine positive Entwicklung für die Greifswalder Uni!

 

Marko Michels


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