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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Im Blick: Die EM im Wasserspringen 2015 in Rostock

Der Countdown zu den diesjährigen Europameisterschaften im Wasserspringen in Rostock läuft. Knapp vierzig Tage sind es noch bis zu diesen Titelkämpfen vom 9.Juni bis 14.Juni…


Europameisterschaften und Wasserspringen – da ging in der Historie aus Mecklenburger, speziell Rostocker Sicht immer stets eine Menge. So gingen 30 Medaillen, darunter 10 x Gold, 11 x Silber, 9 x Bronze, auf das sportliche Konto von Athletinnen und Athleten, die zumindest in M-V geboren wurden oder – zumindest befristet – einem mecklenburgischen Verein angehörten.

Die spätere Wahl-Rostockerin, die Dresdnerin Ingrid Krämer-Gulbin gewann 1962 in Leipzig zweimal EM-Gold im Kunst- und Turmspringen. Vom Drei-Meter-Brett wurde seinerzeit Christiane Lanzke (SC Empor Rostock) Zweite. In den 1970ern gab es weitere EM-Highlights für das Rostocker Wasserspringen: Im Kunstspringen jubelten Heidi Becker (SC Empor) 1970 in Barcelona und Christa Köhler (SC Empor) 1977 in Jonköping jeweils über EM-Gold.

Die 1980er Jahre

Die 1980er Jahre setzten die Rostock EM-Medaillen-Tradition im Wasserspringen fort. In Split 1981 wurde Dieter Waskow (SC Empor) Dritter vom Turm. Die gebürtige Rostockerin Katrin Zipperling, die für Dresden startete, belegte in Split`81 sogar Rang eins. Ramona Wenzel (SC Empor) sicherte sich hingegen 1983 in Rom EM-Bronze und 1985 in Sofia EM-Silber. In der bulgarischen Hauptstadt schaffte dann Thomas Knuths sogar Turm-Gold.

Die EM-Erfolge nach der „Wende“

Nach der „Wende“ 1989/90 waren bei EM dann Dörte Lindner und Alexander Mesch aus Rostocker Sicht sehr erfolgreich. Dörte errang zwischen 1995 und 2000 dreimal Silber und einmal Bronze. Alexander sicherte sich jeweils EM-Gold 1997 in Sevilla (Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett) und 2000 in Helsinki (Kunstspringen vom Ein-Meter-Brett) und einmal Silber.

Bronze erkämpften bei EM-Entscheidungen im Wasserspringen für M-V, speziell für Rostock, Borris Lietzow (2 x Bronze 1993/1995), Stefan Ahrens (3 x Bronze 1997/1999) und Christian Löffler (1 x Bronze 2002).

Silberne Momente bei EM erlebten der schon erwähnte Stefan Ahrens (1 x Silber 2000) und Annika Walter (1 x Silber 1997).

Zwischen 2000 und 2008 sorgte zudem eine gebürtige Demminerin, die für Leipzig startete, für Medaillen-Glanz bei EM m Wasserspringen mit 2 x Gold (2002, 2004) und 3 x Silber – Heike Fischer.

Die EM im Wasserspringen vor zwei Jahren in Rostock

Bei den EM vor zwei Jahren (2013), ebenfalls in der Rostocker Neptun-Schwimmhalle, nahmen 100 Springerinnen bzw. Springer aus 19 Ländern teil, wobei sich die Medaillen die Ukraine (4 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), Russland (3 x Gold, 4 x Silber, 4 x Bronze), Deutschland (2 x Gold, 4 x Silber, 4 x Bronze), Italien (2 x Gold, 1 x Silber) und Großbritannien (1 x Silber, 1 x Bronze) „teilten“.

Je zwei EM-Titel sicherten sich Tania Cagnotto (Italien/Synchron Drei-Meter-Brett, Einzel Ein-Meter-Brett), Julia Prokoptschuk (Ukraine/Team, Einzel Turm), Ilja Sacharow (Russland/Synchron Drei-Meter-Brett, Einzel Drei-Meter-Brett) und Olexander Bondar (Ukraine/Team, Einzel Turm). Aus deutscher Sicht triumphierten Tina Punzel (Einzel Drei-Meter-Brett) und Patrick Hausding/Sascha Klein (Synchron Turm)

2015 im Blick

Gegenwärtig ist der Blick allerdings auf die kommenden Herausforderungen gerichtet. So ist Saskia Oettinghaus vom WSC Rostock sogar im vorläufigen Kader für die Europaspiele in Baku. Dann sind neben den EM vom 9.Juni bis 14.Juni in Rostock auch die WM vom 24.Juli bis 9.August in Kazan der große sportliche Höhepunkt im Wasserspringen ein Jahr vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

Vor den EM in Rostock gibt es übrigens dort an gleicher Stelle die Deutschen Meisterschaften vom 14.Mai bis 17.Mai. Danach wird das deutsche EM-Team 2015 nominiert.

Wie ist nun jedoch der Stand der Vorbereitungen auf die EM in Rostock?!

Nachgefragt bei Organisationschef Andreas Kriehn

„Es läuft planmäßig…“

Frage: Vom 9. bis 14.Juni finden die EM im Wasserspringen in Rostock statt. Der Countdown läuft also… Ist alles fertig, was fertig sein sollte?!

Andreas Kriehn: Die Vorbereitungen zur diesjährigen EM laufen seit November auf Hochtouren.
Die letzten Bauarbeiten in der Schwimmhalle werden dabei planmäßig vor Beginn der Europameisterschaft abgeschlossen sein. … Wir möchten uns an dieser Stelle bei den vielen fleißigen Handwerkern und der Hansestadt Rostock für die große Unterstützung bedanken.

Die Abstimmungsgespräche mit dem europäischen Verband der LEN und den einzelnen Unternehmen laufen. Wir hoffen, dass uns wieder alle Partnerunternehmen bei der Vorbereitung und Durchführung der EM unterstützen werden. Ferner gehen wir davon aus, dass wir bald die einzelnen „Puzzlestücke“ zu einem festen Gesamtbild zusammensetzten können.

Frage: Wie viele Teilnehmer werden bei den EM vor Ort sein?

Andreas Kriehn: Aktuell haben 17 Länder ihre Teilnahme bestätigt. Die genauen Meldezahlen liegen uns erst am 29.Mai 2015 vor. Wir warten aber noch auf einige Meldungen.

Frage: Was werden dabei die größten EM-Herausforderungen im organisatorischen Bereich sein?

Andreas Kriehn: Die größte Herausforderung liegt in der finanziellen Sicherstellung der EM. Hier stellen uns die laut LEN Vertrag geforderten Fernseh-Übertragungen national sowie international vor große Aufgaben. Der nächste Schwerpunkt bildet die Logistik. Es müssen alle Teilnehmer von den Flughäfen abgeholt und zurück gebracht werden. Des Weiteren ist ein reibungsloser Shuttle-Verkehr zwischen dem Hotel und der Schwimmhalle notwendig.

Natürlich ist es nicht zuletzt besonders wichtig, dass die Wettkampftechnik funktioniert, die Unterkünfte organisiert werden, der Cateringbereich unsere Gäste verwöhnt und vieles andere mehr.

Dann weiterhin beste Tatkraft und eine erfolgreiche EM!

Marko Michels


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