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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Hohe Auszeichnung für Rostocker Demographen Prof. Roland Rau

Forschergruppe um Rau beschäftigt sich mit der Optimierung von Sterblichkeitsvorhersagen

Der Rostocker Juniorprofessor Prof. Roland Rau ist vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem der begehrten ERC Starting Grants ausgezeichnet worden. Seit 2007 werden diese an international herausragende Nachwuchswissenschaftler vergeben, um ihnen den Aufbau einer unabhängigen Forschungsgruppe in neuen Forschungsfeldern zu ermöglichen. Das Forschungsvorhaben von Prof. Rau „Rates of Mortality Improvement“ (kurz: ROMI) wird mit einer Summe von 500.000 Euro gefördert und beschäftigt sich mit der Optimierung von Sterblichkeitsvorhersagen. Ziel der Forschergruppe ist es, neue generelle Methoden zu entwickeln, um Prognosen bezüglich der zu erwartenden Mortalitätsraten zu verbessern. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Analyse der höchsten Altersstufen, da in den meisten industrialisierten Ländern die derzeitige Zunahme der Lebenserwartung im Wesentlichen auf die erhebliche Verringerung der Sterblichkeit in dieser Altersstufe zurückzuführen ist.

Prof. Roland Rau ist seit 1. Juli 2009 an der Universität Rostock als Juniorprofessor für Demographie am Institut für Soziologie und Demographie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig. Für seine Dissertation zu saisonalen Schwankungen in der menschlichen Sterblichkeit erhielt er von der Max Planck Gesellschaft im Jahr 2006 die Otto-Hahn-Medaille. Von 2006 bis Herbst 2008 forschte Rau als „Research Scholar“ am Duke University Population Research Institute an der gleichnamigen Universität im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Von September 2008 bis zu seiner Ernennung war Prof. Rau „Senior Research Scientist“ am Rostocker Max-Planck-Institut.

ERC Starting Grants wurden zum dritten Mal vergeben. Insgesamt sind 2873 Anträge eingereicht worden, wovon 427 Projekte gefördert werden. Dabei werden 67 der Projekte an deutschen Einrichtungen durchgeführt, 83 der Grantees sind deutscher Nationalität.

Quelle: Universität Rostock


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