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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor häufigste Todesursache

Im Jahr 2007 starben nach Angaben des Statistischen Amtes insgesamt 17 595 Personen mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern, 8 745 männlichen und 8 850 weiblichen Geschlechts. Häufigste Todesursache waren bei 37,7 Prozent der Männer und bei 49,9 Prozent der Frauen Krankheiten des Kreislaufsystems. Rund ein Viertel (26,5 Prozent) aller Sterbefälle hatte bösartige Neubildungen als Ursache. 7,0 Prozent der Gestorbenen erlagen Krankheiten des Atmungssystems, 6,3 Prozent des Verdauungssystems sowie 4,1 Prozent wurden Opfer äußerer Einwirkungen, wie Stürzen oder Unfällen.
Der Anteil der Krankheiten des Kreislaufsystems (insgesamt: 43,9 Prozent) an der Gesamtsterblichkeit hat sich zwar in den zurückliegenden Jahrzehnten vom Trend her beträchtlich verringert (Anteil im Jahr 1980: 55,9 Prozent; 1990: 50,8 Prozent), dennoch stellen sie nach wie vor die bedeutendste Todesursachengruppe dar.

Allein an ischämischen Herzkrankheiten, dazu zählt u. a. der Herzinfarkt, starben im vergangenen Jahr 3 646 Personen. Akuter Herzinfarkt war für mehr Männer (815) als Frauen (661) die Ursache des Ablebens. Der Tod infolge zerebrovaskulärer Krankheiten (u. a. Hirndurchblutungsstörungen) hingegen betraf deutlich mehr Frauen (770) als Männer (481).

Bösartige Neubildungen waren bei 4 662 Personen (2 670 männlichen und 1 992 weiblichen Geschlechts) die Todesursache (26,5 Prozent aller Sterbefälle). Häufigste zum Tode führende Krebserkrankung bei Männern (873 Sterbefälle) und Frauen (654 Sterbefälle) waren bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane. 15,4 Prozent (306 Frauen) aller an Krebs verstorbenen Frauen erlagen einem Brustleiden, bei Männern überwog der Lungenkrebs mit 746 Fällen (27,9 Prozent).

An Krankheiten des Verdauungssystems starben 1 107 Personen, darunter allein 393 an alkoholischer Leberkrankheit.

722 Todesfälle waren 2007 auf äußere Ursachen zurückzuführen, 142 davon auf Verkehrsunfälle. Davon betroffen war vor allem die Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen mit 44 Getöteten, darunter 37 junge Männer. Durch Suizid verloren 207 Personen sowie durch tätlichen Angriff 11 Personen ihr Leben.


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