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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Europameisterliche „Stars“ vor Warnemünde

Offene EM in der traditionsreichen Segel-Klasse bis 17.Juli

In einer traditionsreichen segelsportliche Klasse, in der Starboot-Klasse, finden noch bis zum 17.Juli die offenen Europameisterschaften statt, an denen auch Teams außerhalb des „alten Kontinents“ teilnehmen. Der Warnemünder Segel-Club ist ausrichtender Verein in Kooperation mit der „International Star Class Racing Association“.

Vierzig Teams aus 15 Ländern nehmen dabei an den offenen EM 2016 teil, wobei das dänisch-deutsche Duo Eivind Melleby/Frithjof Kleen die besten Chancen auf den Gesamt-Sieg besitzen.

Seit 1932 offene EM

Seit 1932 werden dabei offene europäische Titelkämpfe im „Star“ veranstaltet, die Premieren-Sieger waren seinerzeit Alberto Aizpurua bzw. Emilio De Amibilia aus Spanien, die gleichzeitig als Weltmeister galten.  Zwischen 1938 und 1947 beherrschten die Italiener bei den EM die Starboot-Klasse, gewannen elf Titel, darunter Augustino Straulino neun (alle mit Nicolo Rode) und Nicolo Rode zehn Titel. Zudem holten die zwei Italiener 1952 Olympia-Gold und 1956 Olympia-Silber.

Deutsche EM-Titel mit den „Stars“ gab es 1936 durch Walter von Hütschler/Hans-Joachim Weise, 1937 durch Peter Bischoff/Hans-Joachim Weise, 1975 durch Bernd Kuntz/Ekkehardt Nusser, 1980/81 durch Alexander Hagen/Vincent Hösch, 1990 durch Michael Nissen/Gerrit Bartel, 2000 durch Vincent Hösch/Florian Fendt, 2010 durch Johannes Polgar/Markus Koy und 2014 durch Hubert Merkelbach/Markus Koy.

Weltmeisterlich seit 1922

Offizielle „Star“-WM werden seit 1922 ausgetragen. Seinerzeit belegte das amerikanische Duo William Inslee/Robert Nelson Rang eins. Aus deutscher Sicht gab es sechs Weltmeister mit dem Starboot, so 1938 WAlter von Hütschler/Hans-Joachim Weise, 1939 Walter von Hütschler/Edger Beyn, 1972 Wilhelm Kuhweide/Karsten Meyer, 1981 Alexander Hagen/Vincent Hösch, 1997 Alexander Hagen/Marcelo Ferreira und 2014 Robert Stanjek/Frithjof Kleen.

Von 1932 bis 2012 olympisch

Olympische Ehren hatten die „Stars“ dann von 1932 bis 2012. Das erste Olympia-Gold sicherten sich dabei Gilbert Gray/Andrew Libano (USA). 1936 gewann die deutsche Crew Peter Bischoff/Hans-Joachim Weise. Und die letzten Olympiasiege gingen an Mark Reynolds (Olympia-Gold auch 1992)/Magnus Liljedahl (USA) 2000, Torben Grael/Marcel Ferreira (Brasilien, Gold bereits 1996) 2004, Iain Percy/Andrew Simpson (Großbritannien) 2008 und Fredrik Lööf/Max Salminen (Schweden), die das vorerst letzte olympische „Star“-Gold 2012 erkämpften.

Deutsche Olympia-Medaillen mit dem „Star“ holten neben Peter Bischoff/Hans-Joachim Weise 1936 außerdem Wilhelm Kuhweide/Karsten Meyer mit Bronze 1972 und Joachim Griese/Michael Marcour 1984 mit Silber.

Vielleicht gibt es für die „Stars“ ja „irgendwann“ wieder olympische Perspektiven?!

M.Michels

 


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