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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Zwei Kliniken werden zum Januar 2008 neu in Krankenhausplan aufgenommen

Das Klinikum Leezen und die Fachklinik Schwaan-Waldeck werden zum Januar 2008 in den Krankenhausplan des Landes aufgenommen. „Die beiden Einrichtungen machen dem Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern alle Ehre“, sagte Gesundheitsminister Erwin Sellering (SPD) am Montag bei der Übergabe des Bescheides in der Klinik Leezen.

In den beiden Kliniken werde hervorragende Arbeit geleistet. Die Leistungen der Einrichtungen in Leezen und Schwaan-Waldeck waren bislang der Rehabilitation zugerechnet, nicht der akut-stationären Krankenhausbehandlung. Mit der Aufnahme in den Krankenhausplan können Ärzte ihre Patienten in die Kliniken einweisen und die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen. Bei Reha-Einrichtungen muss eine Aufnahme zuvor von der Krankenkasse genehmigt werden.

Das Klinikum Leezen habe sich weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht, sagte Sellering. Rund 90 Prozent der Patienten kommen nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. „Als Gesundheitsland Nummer Eins begrüßen wir es sehr, wenn eine Klinik so bekannt ist und eine Vielzahl von Patienten aus anderen Bundesländern hat“, sagte Sellering. „Sie bietet Leistungen, die bundesweit nur ganz wenige Kliniken im Angebot haben. Dieses Fachwissen können wir noch besser vermarkten, indem wir die Einrichtungen in den Krankenhausplan aufnehmen.“

Von Januar an wird das Klinikum in Leezen mit 100 Betten in den Krankenhausplan aufgenommen. Die Krankenhausbetten sind in der Fachrichtung Frührehabilitation vorgesehen. Das Interdisziplinäre Rehazentrum nimmt schwerstkranke Patienten auf und versucht so früh wie möglich – noch während der akuten medizinischen Behandlung – mit der Rehabilitation zu beginnen. Wenn etwa nach Schlaganfällen oder Hirnverletzungen Sprache oder Bewegung eingeschränkt sind, steigen damit die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Die Klinik Leezen ist eine Fachklinik mit 219 Betten in Kooperation mit dem Institut für neurologische und neurochirurgische Rehabilitationsforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sie gehört zur Unternehmensgruppe der Wittgensteiner Kliniken und damit zur HELIOS Kliniken Gruppe, einem Geschäftsfeld im Gesundheitskonzern Fresenius.

Auch die Fachklinik Schwaan-Waldeck ist ein überregionales Zentrum für medizinische Rehabilitation. Sie wird zum Januar 2008 mit 30 Betten in den Krankenhausplan aufgenommen.

Hintergrund: Krankenhausplanung

Ziel des Krankenhausplans des Landes Mecklenburg-Vorpommern ist die Sicherung einer bedarfsgerechten, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Versorgung. Bei der Aufstellung des Planes wird unter anderem berücksichtigt, wie häufig die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in der Regel krank werden, um welche Erkrankungen es sich dabei handelt und wie lange die Behandlung dauert. In die Krankenhausplanung werden die so genannten Planungsbeteiligten einbezogen, das sind die Verbände der Krankenkasse, die Krankenhausgesellschaft, die kommunalen Spitzenverbände und die Ärztekammer.

Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine der modernsten Krankenhauslandschaften in Deutschland. Seit 1990 wurden mehr als 1,7 Milliarden Euro in die Krankenhäuser des Landes investiert. Bislang waren in den Krankenhausplan des Landes 34 Krankenhäuser mit 9.812 Betten und 397 Tagesklinikplätzen aufgenommen, zum Januar 2008 werden zwei Kliniken und 130 Betten dazukommen.

Mit einer Bettenziffer von rund 58 Betten pro 10 000 Einwohner nimmt das Land derzeit im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein, wenn es um die effektive Versorgung der Bevölkerung geht. Die Verweildauer in unseren Krankenhäusern ging von 9,9 Tagen im Jahr 1996 auf 7,9 Tage im Jahr 2005 zurück. Auch hier liegt Mecklenburg-Vorpommern bundesweit an der Spitze.


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