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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Im Rückspiegel: Die Apnoe-Weltmeisterschaften in Mulhouse

Rostockerin Carolin Haase sehr erfolgreich

Im Juli fanden die achten CMAS-Apnoe-Weltmeisterschaften im französischen Mulhouse statt, bei denen erstmals auch deutsche Athletinnen und Athleten am Start waren.

Insgesamt beeindruckten die deutschen Starterinnen und Starter mit hervorragenden Leistungen, darunter auch die Rostockerin Carolin Haase vom TSC 1957 Rostock.

VDST

Wie beurteilt nun die deutsche WM-Team-Chefin, Dagmar Andres-Brümmer, die WM 2015 in Mulhouse?!

Nachgefragt

D.Andres-Brümmer zu den Apnoe-WM 2015

„Das war schon eine Hammerleistung…“

Frage: Die achten CMAS-Apnoe-WM sind wieder Historie. We war das dortige Kräfteverhältnis – aus deutschem und internationalem Blickwinkel?

Dagmar Andres-Brümmer: Apnoe-Tauchen ist ja eine Sportart, die noch nicht die Massen bewegt, von daher ist die Weltmeisterschaft mit 17 Nationen und etwa 80 Sportlern überschaubar. Die Leistungen waren aber absolut stark und international gesehen top. Der Weltrekord der Herren im Streckentauchen mit Flossen, beispielsweise, wurde um ganze 6 Meter verbessert – auf 294 Meter. Das ist schon gewaltig. Aus deutscher Sicht können wir super zufrieden sein. Unser Team war zwar nur in drei der fünf Disziplinen mit Sportlern am Start, aber das Gesamt-Ergebnis war dafür umso besser.

Frage: Speziell zum deutschen Team… Wie bewerten Sie deren Leistung, nicht nur unter Medaillen-Aspekten?

Dagmar Andres-Brümmer: Fünf Medaillen und drei Weltrekorde – das ist schon eine Hammerleistung. Das kann man nicht anders sagen. Aber speziell „die 16×50 Leistungen“ von allen drei Sportlern sind super. Das klingt vergleichsweise harmlos, 16 mal 50 Meter auf Geschwindigkeit zu tauchen, ist aber extrem hart, denn der Atem-Reiz wird nach jeder Bahn heftiger und die mentale Leistung, das durchzustehen, ist fast noch größer als die rein tauchsportliche.

Frage: Wie war das ganze „Drumherum“ bei den WM in Mulhouse – organisatorisch und „kulturell“?

Dagmar Andres-Brümmer: Die Franzosen haben das ganz klasse organisiert. Vor allem haben sie mit einem sehr professionellen Video- und Technik-Team gearbeitet, so das alles, was unter Wasser stattfand, live auf eine große Leinwand projiziert wurde. Das hat, zum ersten Mal, diesen Sport auch für ein Publikum im Bad interessant gemacht. Vor allem die Finalläufe waren sehr gut besucht und die Mulhousener haben kräftig mit gefiebert.

Letzte Frage: Welche sportlichen Herausforderungen warten 2015 noch?

Dagmar Andres-Brümmer: Im Apnoe-Bereich war es das für 2015 aus Sicht des Verbandes Deutscher Sporttaucher. Die Flossenschwimmer haben aber noch einige Events vor sich…

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für den Apnoe-Bereich!

Marko Michels
Foto (Dagmar Andres-Brümmer/VDST): Dagmar Andres-Brümmer, Jennifer Wendland (Silber , 16×50), Max Poschart (Gold, 16×50), Carolin Haase (Gold, 16×50) und Lutz Riemann (Bundestrainer Flossenschwimmen).


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