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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

GRÜNE fordern konkrete Ziele für die Entwicklung der Windkraft in M-V

Bündnis 90/Die Grünen fordern von der Landesregierung konkrete Ausbaupläne für die Entwicklung der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern.

Angesichts der aktuellen Diskussionen um die Regionalen Raumentwicklungsprogramme im Land schlagen die Grünen ein Ziel von mindestens 2.000 MW installierter Leistung für Windkraftanlagen an Land bis 2020 vor, so die Landessprecherin Ulrike Berger. Damit würde gewährleistet, dass die Hälfte des Strombedarfs von Mecklenburg-Vorpommern aus Windenergie gedeckt werden kann. Bei etwa 1.800 Volllaststunden im Jahr würden bei einer installierten Leistung von 2.000 MW gut 3,5 Mrd. kWh Windstrom pro Jahr erzeugt – bei einem landesweiten Stromverbrauch von rund 7 Mrd. kWh.

Das Ziel von mindestens 2.000 MW Windstrom kann nach Auffassung der Grünen nur erreicht werden, wenn die Eignungsgebiete für Windkraftanlagen erweitert werden. Dabei müssen die Abstandsregelungen zu Wohnbebauungen und Naturschutzflächen beibehalten werden. „Die von der Landesregierung eingeführte 75 ha-Mindestgröße von Eignungsgebieten halten wir hingegen für nicht nachvollziehbar und willkürlich festgelegt“, so Berger, „diese führt nur zu einer Bevorzugung finanzstarker Investoren.“ Auch der Mindestabstand zwischen Eignungsräumen von 5 km müsse überprüft werden, da auch diese Pauschalregelung die örtliche Situation in keiner Weise berücksichtige. Mit dem Verzicht auf diese Pauschalregelungen würden genügend Eignungsgebiete zur Verfügung stehen, um das Ausbauziel von 2.000 MW Windenergie zu gewährleisten und über einen ausreichenden Puffer zu verfügen. Dieser ist aus Sicht der Grünen erforderlich, um im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligungen eine sinnvolle Abwägung im Einzelfall zu ermöglichen, bei der einzelne Eignungsgebiete auch verkleinert oder gestrichen werden können, wenn sie zu besonderen Belastungen für Anwohner oder Natur führen.

Der geplante Windpark auf der anderen Seite der Autobahn beim Van der Valk Resort in Linstow gehört nach Auffassung der Grünen zu den Standorten, die beibehalten werden sollten. Bei einem Ressort, das direkt an einer Autobahn errichtet wurde, sei kaum verständlich, dass die Windkraftanlagen, die weiter entfernt liegen als die Autobahn, zu einer unakzeptablen Belastung führen.


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