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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Elterntelefon des Kinderschutzbundes geht an den Start

Am kommenden Montag, den 28. Juni 2010, wird die Sozialministerin, Frau Manuela Schwesig, im Beisein von geladenen Gästen aus Politik und Verwaltung, um 12.30 Uhr in den Räumen des Greifswalder Kinderschutzbundes in der Lise-Meitner-Str. 11, den ersten Stützpunkt des kostenlosen Elterntelefons in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb nehmen.

Schritt für Schritt wurden in den zurückliegenden Jahren in nahezu allen Bundesländern unter dem Dach des Vereins Nummer gegen Kummer e. V. mit staatlicher Unterstützung Elterntelefone eingerichtet. Die meisten dieser Einrichtungen arbeiten in Trägerschaft des Kinderschutzbundes. Mecklenburg-Vorpommern blieb jedoch bis heute ein weißer Fleck. Hier gab es bisher lediglich zwei sehr erfolgreich arbeitende Kinder- und Jugendtelefone in Greifswald und Schwerin.

Das neue Elterntelefon wird künftig zusammen mit dem Kinder- und Jugendtelefon unter dem Dach des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Greifswald e. V. betrieben. Es ist der 48. Standort eines  Elterntelefons in Deutschland. Mit 15.000 € übernimmt das Land den Hauptanteil der laufenden Kosten des Beratungsangebotes. Die intensive Ausbildung der ehrenamtlichen Elternberater/innen wird zusätzlich durch die Stiftung Deutsche Kinder-, Jugend- und Elterntelefone und die Lotteriegesellschaft der Ostdeutschen Sparkassen mbH unterstützt.

Das Elterntelefon als kostenloses und anonymes Beratungsangebot in Deutschland besteht seit 2001. Unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 0800 1110550 findet die telefonische Beratung montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr statt. In ganz Deutschland arbeiten an den Elterntelefonen derzeit ca. 1.000 ehrenamtliche, ausgebildete Beraterinnen und Berater, die sich in ihrer Freizeit am Telefon um die Fragen, Sorgen und Probleme der Eltern oder anderen Erziehungspersonen kümmern. Speziell für diese Aufgabe ausgebildet, hören sie zu, trösten, machen Mut, motivieren zu eigenständigem Handeln und vermitteln bei Bedarf begleitende Hilfsangebote vor Ort. Die Berater kommen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen: Studenten, Hausfrauen, Rentner, Freiberufler, oder Beamte – ältere und junge Menschen. 89% der Berater sind Frauen und 11% Männer. 2009 wurden bundesweit über 33.000 Beratungsgespräche geführt.

Angelika Stiemer, Mitglied des Landesvorstandes des Deutschen Kinderschutzbundes: „Der Kinderschutzbund freut sich, dass es mit Unterstützung des Sozialministeriums gelungen ist, einen ersten Standort des Beratungstelefons in Mecklenburg-Vorpommern einzurichten. Wir brauchen dringend auch niedrigschwellige Beratungsangebote für Eltern, die in der Bewältigung ihrer vielschichtigen und schwierigen Erziehungsaufgaben Unterstützung suchen“.


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