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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Vielfalt und Artenreichtum des Waldes steigen mit Naturnähe der Bewirtschaftung

„Der Wald ist Heimstatt vielfältiger Lebensgemeinschaften von unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Seine Vielfalt und sein Artenreichtum steigen mit der Naturnähe seiner Bewirtschaftung“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute anlässlich der Baumpflanzung am Jagdschloss Friedrichsmoor.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Aktion „Mitmachen – Vielfalt schaffen!“ statt.

„Zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sind weltweite Bemühungen nötig, jedes Land trägt Verantwortung für typische Lebensräume und Arten“, sagte der Minister. Für Deutschland und besonders für Mecklenburg-Vorpommern seien es in Bezug auf Waldlebensräume die naturnahen Buchenwälder, die noch ein Wald- und Landschaftsbild fast ohne menschliche Einflussnahme bestimmten. „Unser Ziel ist es daher, den Buchenwaldanteil im Land zu erhöhen“, machte Dr. Backhaus deutlich und beteiligte sich an der Gründung eines Buchenbestandes.

„Buchenwaldgesellschaften leisten einen ganz wichtigen Beitrag zur Biodiversität“, hob der Minister hervor. Dies sei bei Untersuchungen in einem Naturwaldreservat deutlich geworden. So wurden in einer nur 75 Hektar großen Fläche zehn Prozent aller in Deutschland vorkommenden landlebenden Tiere nachgewiesen.

Neben einer Buche wurden heute auch eine Walnuss und Wildobstbäume gepflanzt. „Mit Ihrer freiwilligen Sonntagsarbeit leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und gleichzeitig zum Klimaschutz“, bedankt sich Minister Dr. Backhaus bei allen an der Pflanzaktion Beteiligten.

So entzieht der Wald zum Aufbau von 1.000 Kilogramm Holz der Atmosphäre ca. 1.800 Kilogramm Kohlendioxid. Eine einzige 150-jährige Buche entzieht der Luft in der Vegetationszeit an einem Tag rund 4 Kilogramm Kohlendioxid. „Wenn es uns gelänge, alle Kinder in diesem Geiste zu erziehen und ihnen die Liebe zur Natur nahe zu bringen, dann müsste uns um die Zukunft nicht bang sein“, bringt der Minister seine Hoffnung zum Ausdruck.


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