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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Angebote im Fahrradtourismus werden vernetzt

Seidel: Bundesweit erste Anlaufstelle

Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit erste Vernetzungsstelle für Fahrradtourismus- und Radverkehrsförderung. „Fahrradfreundliche Hotels, Dienstleister und Anbieter werden hier beim Ausbau ihrer Angebote unterstützt“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag in Rostock zur Eröffnung des Büros. Das Rostocker Kontaktbüro dient als Anlaufstelle und wird vom Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Mecklenburg-Vorpommern e.V. betrieben.

„Mecklenburg-Vorpommern setzt gezielt auf eine gut ausgebaute Infrastruktur und guten Service“, sagte Seidel. „Mit dem Projekt sollen neue fahrradfreundliche Gastbetriebe gewonnen, die Qualität weiter verbessert und die Radrouten im Land optimiert werden.“ Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Tätigkeit mit einem Zuschuss von rund 30.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF).

Von hier aus werden Betriebe und Schulen zur Förderung des Radfahrens beraten und Initiativen auf kommunaler Ebene vernetzt. „Der Ausbau des Radwegenetzes in Mecklenburg-Vorpommern ist die Hardware, hier wird an der Software für die effiziente Nutzung der Hardware gearbeitet“, sagte Seidel.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit über 200 radfreundliche Gastbetriebe, sogenannte Bett & Bike-Betriebe. Diese Einrichtungen an den Radfern- oder Rundwegen bieten fahrradfreundliche Unterkünfte und Dienstleistungen an und entsprechen den ADFC-Kriterien „Bett & Bike“. Die Liste der radlerfreundlichen und ADFC-zertifizierten Bett & Bike-Betriebe kann unter www.bettundbike.de/bundesland/mev eingesehen werden.

Für fast die Hälfte aller Deutschen zählt Fahrradfahren zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten. „Der Radtourismus ist mit geschätzten fünf Milliarden Euro Umsatz ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland“, sagte Seidel. „Jeder Radtourist gibt rund 70 Euro täglich aus, durchschnittlich wurden für eine Radreise 1.200 Euro ausgegeben.“ Insbesondere in ländlichen Regionen können Hotels und Pensionen von den Radtouristen profitieren, wenn für die Gäste umfangreicher Service und Dienstleistungen rund ums Rad angeboten wird.

Mecklenburg-Vorpommern bietet derzeit sieben Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometer Länge und 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometer Länge. Die Radroutenplanung kann in Mecklenburg-Vorpommern interaktiv im Internet oder per CD erfolgen, Radurlauber können sich zudem per GPS-Navigation durchs Land leiten lassen. In den Ausbau der touristischen Radwege wurden in den letzten 15 Jahren bei einer Förderung von fast 90 Millionen Euro rund 130 Millionen Euro investiert.


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