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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Tod im Strandkorb

Mitarbeiter eines Eiscafes in Heringsdorf machten grausigen Fund

Als drei Angestellte eines Eiscafes auf der Seebrücke in Heringsdorf am Samstagabend mehrere Strandkörbe aus einem Abstellraum unterhalb der Brücke heraustrugen, ahnten sie nichts Schlimmes. Dann fiel ihnen auf, dass einer der Körbe besonders schwer war. Die Kontrolle brachte schnell traurige Gewissheit, denn im Korb saß ein Mann, der schon vor Wochen (wenn nicht Monaten) im Strandkorb verstorben ist.

Ersten Ermittlungen der Polizei nach, handelt es sich laut der gefundenen Ausweispapiere vermutlich um einen 60-jährigen polnischen Staatsbürger, der bereits seit August 2010 durch die polnische Polizei in Swinemünde gesucht wurde. Möglicherweise hat der mit warmen Sachen bekleidete Mann Schutz vor der Witterung gesucht und sich letztendlich in einen der hintereinander gestellten Strandkörbe gesetzt.

Im Ergebnis einer am Institut für Rechtsmedizin Greifswald durchgeführten Obduktion trat der Tod durch eine Lungenembolie ein. Der Zeitpunkt des Todes könne jedoch nicht zweifelsfrei festgestellt werden, von mehreren Wochen müsse jedoch ausgegangen werden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei steht hinsichtlich des gefundenen Personalausweises mit den polnischen Behörden in Kontakt, um letztendlich die Identität Mannes über DNA-Material zweifelsfrei zu klären. Eine Straftat wird ausgeschlossen.


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