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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Seidel: Mit Spezialschiffen auf Kurs

P+S Werften in Stralsund und Wolgast platzieren sich zunehmend erfolgreich im Markt

„Die Entscheidung sich konsequent auf den Bau von Spezialschiffen zu konzentrieren, hat sich als richtig erwiesen“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Donnerstag beim Werftbesuch des maritimen Koordinators der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, in Wolgast.

Das Produktionsportfolio der P+S Werften GmbH mit den Standorten Stralsund und Wolgast umfasst den Bau von Container- und Spezialschiffen, wie Offshore-Versorger und Kabelleger, Fährschiffen, Flusskreuzfahrtschiffen, die Schiffsreparatur und Sektionsfertigung sowie den Marineschiffbau. Zum Kundenkreis gehören in- und ausländische Reeder, die Bundesmarine und Behörden.

„Die erfreuliche Entwicklung ist auch auf die verstärkte Akquisitionstätigkeit im Rahmen der bisherigen Restrukturierung zurückzuführen“, sagte Seidel. „Die gute Auslastung für das laufende Geschäftsjahr ist ein Ergebnis.“ Bund und Land bürgen für die Werften in Stralsund und Wolgast bisher mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 326 Millionen Euro. Damit können die seitens des Unternehmens beantragten Bankkredite zur Abdeckung der Bauzeitfinanzierungsbedarfe auf den Werften abgesichert werden. Der Bürgschaftsrahmen war ein wichtiger Beitrag zur Ende 2009 eingeleiteten Umstrukturierung des Unternehmens.

Im Auftragsbuch der P+S mit Peene- und Volkswerft stehen nach Angaben des Unternehmens derzeit 25 Schiffsneubauten, neben Flusskreuzfahrtschiffen, Ankerziehversorgern auch zwei RoRo-Fähren für die Reederei Scandlines, ein Schwerlastschiff für den Offshore-Bereich sowie Arctic Vessels für Grönland. Die Peene-Werft verfügt über Aufträge zum Bau von Schleppern, von Küstenschutzschiffen für die schwedische Marine sowie von Schiffsteilen und Sektionen für die Bundesmarine.

Auf den P+S Werften sind derzeit etwa 1.800 Mitarbeiter und 124 Auszubildende beschäftigt. 2010 hatten die beiden Werften acht Neubauten abgeliefert, der Exportanteil betrug rd. 78 Prozent.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus


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