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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Landtag debattiert Gesundheitswirtschaft

Seidel: Chancen in der WachstumsbrancheDie Gesundheitswirtschaft soll in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausgebaut werden. „Die Branche ist ein wichtiger Wirtschafts- und Wachstumsbereich und hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Donnerstag bei einer Debatte zum Thema im Landtag. „Für die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft stehen in der Förderperiode bis 2013 rund 13 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.

Auf Antrag der SPD und CDU hatte der Landtag die Landesregierung aufgefordert einen Bericht zur Umsetzung des Masterplans Gesundheitswirtschaft 2010 vorzulegen. Der Masterplan beschreibt Prävention, Gesundheitstourismus, Rehabilitation, Ernährung und die „50 plus“ Generation als Handlungsfelder. Die Themen Life Science, Biotechnologie und Hochschulmedizin sind weitere Schwerpunkte.

„Ziel des Masterplans ist die Beschleunigung der Entwicklung des starken Wirtschaftssektors Gesundheitswirtschaft“, sagte Seidel. Seit der Veröffentlichung des Masterplans im März 2006 wurden tragfähige Strukturen geschaffen, die BioCon Valley GmbH ist mit der Koordinierung der Aktivitäten beauftragt und hat ein Projektbüro Gesundheitswirtschaft eingerichtet. Es gibt Netzwerke wie „Vernetzte Gesundheit e. V.“, „Gesundheitsinsel Rügen e. V.“, das „Kompetenzzentrum Orthopädie“ oder das „Transfernetzwerk Community Medicine“. Der vorliegende „Branchenatlas Gesundheitswirtschaft“ bündelt die vielfältigen Angebote und Anbieter.

„Mecklenburg-Vorpommern hat sich mit der Nationalen Branchenkonferenz als Ausrichter für Leitkonferenzen in der  Gesundheitswirtschaft etabliert“, sagte Seidel. Die 5. Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft im Mai hat das Thema: „Erfolgreich altern – Der demografische Wandel als Herausforderung für die Gesundheitswirtschaft“. Partnerland ist Finnland, bis zu 600 Experten aus dem In- und Ausland werden in Warnemünde erwartet.

Seidel verwies auf die gute medizinische Infrastruktur und Forschungseinrichtungen an den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald oder den Fachbereich Gesundheit an der Fachhochschule Neubrandenburg. „Aber auch die Medizintechnik und der Gesundheitstourismus sind wichtig“, sagte Seidel. „Aktuelle Bespiele sind der Auftritt von MV-Unternehmen auf der „Arab Health“ in Dubai oder zertifizierte Hotels in MV wie das Hotel Bornmühle in Groß Nemerow, das eng mit der Reha-Klinik am Haussee zusammenarbeitet und einen Hypoxiebereich vorhält. Auch das Hotel ´MeerSinn´ in Binz bietet mit dem Artepuri med center ein deutschlandweit einzigartiges Zentrum für präventive und regenerative Ganzheitsmedizin.“

Auch der Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2009 „Chancen für Wertschöpfung durch demografischen Wandel“ gehört zu den Aktivitäten. Bei dem mit 600.000 Euro dotierten Wettbewerb geht es insbesondere um den Auf- und Ausbau unternehmensübergreifender, nachfrageorientierter, innovativer Netzwerke in der Gesundheitswirtschaft, die die demografische Entwicklung berücksichtigen und zur Wertschöpfung im Land beitragen.


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