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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Kostenfreies Mittagessen an staatlichen Grundschulen

Weg frei machen

Die Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner der Volksinitiative „Für ein kostenfreies Mittagessen für Schülerinnen und Schüler an den staatlichen Grundschulen des Landes“ zeigten sich am Mittwoch erfreut über den Erfolg der Initiative, bei der über 17 500 Unterschriften zusammengekommen sind.

„Damit ist die erforderliche Anzahl bei weitem überschritten, jetzt muss sich der Landtag mit dem Anliegen beschäftigten“, erklärte der Vorsitzende der Linksfraktion, Prof. Dr. Wolfgang Methling. Der große Zuspruch mache deutlich, wie wichtig das Anliegen vielen Menschen im Land ist.

„Nach etlichen vergeblichen Versuchen, auf üblichem parlamentarischem Wege zu erreichen, dass die Kinder in den Grundschulen zu Mittag essen können, müssen sich die Koalitionsfraktionen jetzt klar positionieren“, so Methling. Insbesondere in den Haushaltsberatungen sei deutlich geworden, dass die Kosten in Höhe von rund 20 Millionen Euro im Jahr aus den Mehreinnahmen hätten finanziert werden können. „Das war von den Koalitionsfraktionen nicht gewollt, es wurden andere Prioritäten gesetzt“, sagte Methling.

Der Mitarbeiter im Jugendamt Ludwigslust, Marko Schmidt, hob noch einmal die Bedeutung einer warmen Mahlzeit für die Entwicklung der Kinder hervor. „Viele kommen ohne ausreichendes oder sogar ohne Frühstück in die Schule, in einigen Familien fällt zudem das Mittagessen aus“, sagte er. Mit einem kostenfreien gesunden Mittagessen könnten zum einen körperlichen Fehlentwicklungen der Kinder entgegengewirkt werden. „Zudem haben die Schülerinnen und Schüler das gemeinsame Erlebnis außerhalb des Schulalltags, was sich positiv auf ihr Sozialverhalten auswirkt“, so Schmidt.

Auch Jeannine Rösler, Mitarbeiterin in der Linksfraktion und Mutter zweier Kinder, die die Grundschule besuchen, weiß wie wichtig ein Mittagessen für Kinder ist. „In den Kommunen, die ein Mittagessen bezuschussen, ist die Zahl derjenigen, die das Mittagsangebot nutzen, deutlich gestiegen“, so Frau Rösler. „Das belegt, dass es eben auch oft der klamme Geldbeutel der Eltern ist, der sie daran hindert dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder wenigstens einmal am Tag eine warme Mahlzeit haben.“


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