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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

„Ich bin unheimlich stolz auf unser Team…“

Nachgefragt bei Volleyballspielerin Tanja Joachim von den Stralsunder Wildcats

Der Volleyballsport bewegte 2016 wahrlich die Gemüter. Viel Spannung und überraschende Ergebnisse gab es dabei bei den Olympia-Turnieren in Rio, bei denen sich die chinesischen Frauen und die brasilianischen Herren durchsetzten. Brasiliens Damen gewannen hingegen 2016 den Grand Prix und Serbiens Herren die Weltliga.

In der europäischen Champions League triumphierten dann bei den Frauen Pomi Casalmaggiore (Italien) und bei den Herren VK Zenit Kazan (Russland)

Die deutschen Meisterschaften 2016 gingen an den Dresdner SC (Frauen) und die Berlin Recycling Volleys (Herren).

Wie beurteilt nun aber Tanja Joachim, Jahrgang 1992, die einst für den SSC spielte und nun in Diensten der Stralsunder Wildcats ist, das Volleyballgeschehen 2016?

T.Joachim über volleyballsportlich Vergangenes und Kommendes

„Ich bin unheimlich stolz auf unser Team…“

Frage: Das Volleyballjahr 2016 war ein sehr kompaktes. Was waren aus Deiner persönlichen Sicht die Highlights des Volleyball-Jahres? Wie verlief Dein Volleyball-Jahr?

Tanja Joachim: Ganz eindeutig sehe ich den Olympiasieg von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst als Volleyball-Höhepunkt des Jahres an! Ich habe jedes Spiel der beiden verfolgt und mir für das Finalspiel extra den Wecker gestellt um Zuhause am Fernseher mit zu fiebern.

In meinem persönlichen Volleyballjahr 2016 treten derzeit zwei Drittplatzierungen auf. Die erste Volleyballbundesliga ging für mich im April mit der Bronzemedaille zu Ende. Zu der Zeit spielte ich noch beim Schweriner Sportclub, den ich ja mittlerweile verlassen habe. Meine Karriere setze ich nun aktuell in der zweiten Bundesliga bei den Stralsunder Wildcats fort, für die ich bereits in der Saison 2014/15 spielte. Derzeit befinden wir uns auch hier aufgrund grandioser Leistungen auf Tabellenplatz drei.

Frage: Wie bewertest Du den bisherigen Verlauf in der zweiten Bundesliga für die Stralsunder Wildcats?

Tanja Joachim: Ich bin unheimlich stolz auf unser Team! Wir haben in den vergangenen Spielen großen Teamgeist und Siegeswillen bewiesen. Wir sind eine komplett neue Truppe, die sich nur etwa zweimal die Woche zusammen trifft, um zu trainieren. Da bleibt nicht viel Zeit für Fein-Abstimmungen. Umso wichtiger ist dann die Konzentration und der Biss jeder einzelnen Spielerin auf dem Feld, wenn es um wichtige Punkte für die Tabelle geht.

Unser Zusammenspiel verläuft äußerst harmonisch und jede kann sich auf die andere verlassen. Hinzu kommen wenig Eigenfehler und eine gewisse Stabilität in den einzelnen Spielelementen – das ist es, was uns derzeit auszeichnet und weshalb wir zu Recht das Jahr 2016 auf dem dritten Platz beenden. Was die Rückrunde und somit auch das Jahr 2017 bringen wird, wird sich dann zeigen.

Frage: Ein paar Worte noch zu Deinen früheren Vereinen, den Schweriner SC in der ersten Bundesliga… Sieht ja nach einem „Durchmarsch“ des SSC aus – oder?

Tanja Joachim: Der Schweriner Sportclub hat sich, wie die anderen Vereine in der ersten Bundesliga, personell verändert. Nun besteht der erste Sechser fast komplett aus Nationalspielerinnen, die schon häufiger zusammen spielten. Die Abstimmung fällt in dem Fall nicht mehr ganz so schwer. Nichtsdestotrotz müssen die Spiele gewonnen werden, wenn man am Ende oben stehen will und das gelingt den Mädels derzeit sehr gut.

Nun muss man sehen wie viel Gegenwehr noch von den anderen Mannschaften kommt. Besonders der Dresdner SC stellt diese Saison nicht die große Herausforderung dar, wie es die letzten Jahre der Fall gewesen ist. Neben Stuttgart gibt es derzeit keine riesengroße Hürde für den SSC. Ich wünsche jedoch allen Mannschaften weiterhin maximale Erfolge.

Frage: Und… Was hast Du Dir für 2017 sportlich, persönlich und beruflich vorgenommen?

Tanja Joachim: Sportlich hoffe ich auf eine Fortsetzung der Leistungen aus der Hinrunde. Ich persönlich wünsche mir verletzungsfrei zu bleiben, damit wir uns mit vollem Engagement zusammen an der Tabellenspitze festsetzen können. Alle anderen Wünsche bleiben ein Geheimnis …

Frage: 2016 ist abgehakt. Wer sind Deine Sportler des Jahres 2016?

Tanja Joachim: Zum einen muss ich hier noch einmal Laura Ludwig und Kira Walkenhorst benennen. Sie haben sich all die Titel redlich verdient und ich bin gespannt was wir noch von den beiden erwarten dürfen. Weiterhin blicke ich respektvoll auf die Darbietung von Andreas Toba bei den Olympischen Spielen zurück. Er turnte mit einem Kreuzbandriss, den er sich zuvor in seiner Bodenübung zuzog, am Pferd weiter und erbrachte in diesem Zustand die beste Leistung des deutschen Teams. Vor diesem starken Willen und Ehrgeiz ziehe ich meinen Hut.

Vielen Dank und maximale Erfolge 2017!

M.Michels

 


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