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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Gesetzesinitiative der Wirtschaft zur Lösung des demografischen Problems in M-V

Die zunehmende Alterung der Beschäftigten werde das Arbeitskräfteangebot in Mecklenburg-Vorpommern künftig deutlich reduzieren, beschrieb Lothar Wilken, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Vereinigung der Unternehmensverbände im Land, heute (Donnerstag, 01. April 2010) in Schwerin die schwierige Fachkräftesituation in den kommenden Jahren.

Dies stelle die Wirtschaft schon jetzt vor scheinbar unlösbare Herausforderungen. Deshalb gelte es laut Wilken, alle denkbaren demografischen Potenziale zu nutzen.

Insbesondere das Bemühen der im Durchschnitt zunehmend älter werdenden, aber dennoch leistungsfähigen männlichen Erwerbspersonen um aktive und nachhaltige Beiträge zur Lösung der Nachwuchsprobleme, sollte eine stärkere rechtliche Unterstützung und Motivation finden. „Wir beabsichtigen, der Landesregierung eine Gesetzesinitiative vorzuschlagen, mit dem Ziel, die ein- oder mehrfache gesetzliche Reproduktionspflicht für die männliche Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern, kurz ‚EMRPMB-MV’, einzuführen“, kündigte Lothar Wilken an.

Mit Hinweis auf Artikel 19 der Landesverfassung hoffe man auf Unterstützung der Initiative durch Land, Gemeinden und Kreise. Der Vorschlag sei schließlich auf das Gemeinwohl gerichtet und diene der Selbsthilfe sowie dem solidarischen Handeln. Wilken erläuterte, dass alternativ auch intensive Reproduktionsbemühungen als gesetzeskonform gelten könnten.

„Staatsbürgerpflicht und Wirtschaftsinteresse treiben uns an, auch über eine entsprechende Volksinitiative und einen mit Gründen versehenen eigenen Gesetzentwurf nachzudenken. Der Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern würde es zudem entsprechen, wenn das Gesetz zwar keine Bemühungsverpflichtung für weibliche Beiträge zur Bevölkerungsentwicklung enthalte. Aber eine motivierende Anerkennung sollte durchaus vorgesehen werden, so Lothar Wilken weiter. Mutterkreuz gehe zwar gar nicht, aber eine Medaille „Mannis Beste“ mit austauschbarem Vaternamen in groß und übergroß sowie eine „Vorpommersch-mecklenburgische Ehrennadel für furchtlose Hierbleiber- und Rückkehrerinnen“ in den Stufen „einfach“, „mehrfach“ und „dauerhaft“ wäre durchaus vorstellbar.


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