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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Flüchtlingsrat für Flüchtlingsaufnahme aus Nordafrika

Mecklenburg-Vorpommern soll sich für die Aufnahme einsetzen

Am Freitag, dem 11. März, berieten die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder in Brüssel bei einem Sondergipfel über die Situation in Libyen und Nordafrika.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern unterstützt in diesem Zusammenhang den Appell „Fluchtwege nach Europa öffnen – Flüchtlinge aufnehmen!“ von Pro Asyl und Medico International an die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er fordert den in Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Innenminister Lorenz Caffier auf, sich auf der Bundesebene für die über 11.000 vom UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) in Libyen registrierten Flüchtlinge und deren zügige menschenwürdige Aufnahme in Europa einzusetzen.

UNHCR, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Amt für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) erwarten eine Verschlechterung der Lage für die Menschen in Libyen , wenn die Kämpfe andauern. Derzeit seien es nur rund 15 Prozent der Ausländer in Libyen, die die Möglichkeit haben, das Land zu verlassen.

Angesichts dieser Situation sollte nach Meinung des Flüchtlingsrates alles dafür getan werden, dass die über 11.000 von UNHCR in Libyen registrierten Flüchtlinge gerettet, evakuiert und in Europa aufgenommen werden – ein Teil davon auch in Deutschland.

„Was mit den irakischen Christen notwendig und ohne Probleme möglich war, ist auch im Falle der nordafrikanischen Flüchtlinge zu verkraften. Mecklenburg-Vorpommern kann ohne weiteres wieder 50 bis 80 Menschen aufnehmen. Herr Caffier, setzen Sie sich bitte dafür ein, dass zügig eine solidarische und menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen in Europa organisiert wird. Keinesfalls dürfen Flüchtlingsboote auf dem Meer zurückgewiesen oder abgedrängt werden.“ so Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern.

Der Flüchtlingsrat ruft nun alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Email-Aktion von Pro Asyl und Medico International an die Bundeskanzlerin Angela Merkel unter http://www.proasyl.de/de/home/aktion-fluechtlinge-aus-libyen-aufnehmen/ zu beteiligen.

Quelle: Flüchtlingsrat MV e.V


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