Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Erstes Hypophysenzentrum in MV in Greifswald gegründet

Öffentliche Patientenveranstaltung am 3. März 2012

An der Universitätsmedizin Greifswald wurde das erste Hypophysenzentrum in Mecklenburg-Vorpommern gegründet, das eine umfassende und ganzheitliche Betreuung von Patienten mit neurohormonellen Erkrankungen ermöglicht, informierte heute der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie, Prof. Henry W. S. Schroeder (Foto). Das Team von Ärzten und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen wird das Konzept und die Arbeitsweise am Sonnabend, dem 3. März 2012 (10.00 Uhr Klinikneubau, Hörsaal Nord, Sauerbruchstraße – gesonderte Einladung mit Programm folgt) im Rahmen eines Patientenforums öffentlich vorstellen.

In Deutschland erkranken jährlich ca. 2.000 Patienten an einem Hypophysentumor. Die Hypophyse, besser bekannt als Hirnanhangsdrüse, ist in einer knöchernen Vertiefung knapp über der Schädelbasis direkt am Gehirn angesiedelt. Durch die von der Hypophyse gebildeten Botenstoffe, den Hormonen, werden alle Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper reguliert. Hypophysentumore sind in der Regel gutartige Wucherungen von Drüsenzellen der Hirnanhangsdrüse. Eine derartige Erkrankung der „Hormon-Schaltzentrale im Kopf“ kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität der Betroffenen haben.

„In die Behandlung von Hypophysenerkrankungen sind neben den Neurochirurgen auch Hormonexperten (Endokrinologen) eingebunden. Zudem sind regelmäßige MRT-Untersuchungen sowie Konsultationen beim Augen- und HNO-Arzt erforderlich. Häufig wachsen diese Tumore anfangs unbemerkt und werden aufgrund der Seltenheit spät erkannt“, erläuterte Schroeder. Die Patienten werden in einer gemeinsamen Sprechstunde von Neurochirurgen und Endokrinologen gesehen, beraten und behandelt. Fachliche Entscheidungen können schnell getroffen und Wartezeiten für die Patienten deutlich verkürzt werden.

„Unsere Patienten sollen basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Hypophyse therapiert werden. Die Etablierung dieses Versorgungsschwerpunktes wird in enger Zusammenarbeit mit dem europäischen Qualitätsmanagementsystem in der Universitätsmedizin erfolgen.“

Die Greifswalder Wissenschaftler und Ärzte sind international anerkannte Experten im Bereich der Hypophysen- und Hormonerkrankungen. Sie sind aktive Mitglieder von nationalen und internationalen Fachgremien und Gesellschaften. Von dieser medizinischen und wissenschaftlichen Arbeit im Bereich der Hormonforschung sollen die Patienten unmittelbar profitieren.

Quelle: Universitätsmedizin Greifswald


Ähnliche Beiträge