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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

„Der F.C. Hansa ist mehr als ein Fußballverein“

Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, zeigt sich solidarisch mit dem Zweitligisten

Nachdem es beim Zweitligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem F.C. Hansa Rostock im November zu Ausschreitungen kam, verurteilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den Ostsee-Club dazu, die Partie gegen Dynamo Dresden unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen. So waren dann am 18. Dezember ausschließlich rund 400 Personen, darunter Teammitglieder, Journalisten, Personal und Sicherheitskräfte im Stadion. Ca. 500 Fans demonstrierten vor der Arena mit einem Fanmarsch gegen die Strafe und gegen Gewalt.

Der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, hat sich nun ebenfalls mit einem Unterstützerschreiben an den Rostocker Traditionsverein gewandt. Darin schreibt er:

„Es ärgert mich, wenn ich sehe, wie es einige Chaoten immer wieder schaffen, den FC Hansa in Misskredit zu bringen. Nun könnte man das kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, wenn es sich nicht um einen Club handelte, der für Rostock, die Region, Mecklenburg-Vorpommern und den ganzen Osten Deutschlands so wichtig wäre. Der FCH ist Herzenssache von Hunderttausenden Menschen. Der FCH ist ein Wirtschaftsfaktor, an dem viele Existenzen hängen. Der FCH ist vor allem ein Markenartikel. Als solcher ist er von unschätzbarem Wert. Der Traditionsverein macht Identifikation möglich, weckt Emotionen, macht Stolz und sorgt regelmäßig für hohe Aufmerksamkeit. Anderswo gäbe man viel dafür, mit einer solchen Marke werben zu dürfen. In letzter Zeit richtete sich die Aufmerksamkeit leider vor allem auf Raketen und Bengalos im Stadion und  Randale vor und nach dem Spiel. Dieses Verhalten gegenüber den Gastclubs und deren Fans ist einfach beschämend und verlangt nach härteren Strafen.

Wir müssen alles dafür tun, dass die zahlenmäßig kleine Gruppe von Chaoten nicht weiterhin die Schlagzeilen bestimmt. Ihr gegenüber steht eine große Mehrheit von Menschen, die erschrocken und verständnislos auf  diese Auswüchse schaut – und sich jetzt nicht abwenden darf. Die Universität Rostock steht fest zum FC Hansa. Schon vor Monaten haben wir deshalb einen Kooperationsvertrag mit dem Traditionsverein geschlossen. Ihm liegt eine klare Botschaft zugrunde. Als zwei starke Image- und Sympathieträger der Region stehen wir für Toleranz, Weltoffenheit, Fairness, Wettbewerb und Leistung. Das sind unsere Botschaften. Das verbindet uns und dazu stehen wir jetzt und in Zukunft. Ich bin sicher, dass es diese Botschaften sind, die sich am Ende durchsetzen werden.

Der FC Hansa muss jetzt spüren, dass die Region hinter dem Verein steht. Hansa ist mehr als ein Fußballverein. Hansa ist ein gutes Stück Rostock.“


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