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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Der Arbeitsmarkt Westmecklenburg im März 2010

Vorjahresvergleich weiter positiv: 32.263 Arbeitslose im März – 1.766 weniger als vor einem Jahr
Arbeitslosenquote Westmecklenburg: 12,5 Prozent
10,2 Prozent weniger arbeitslose Jugendliche als im März 2009

Im März ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwerin gegenüber dem Februar um 709 gesunken. Mit insgesamt 32.263 als arbeitslos registrierten Menschen liegt Westmecklenburg weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau (34.029). Die Arbeitslosenquote in Westmecklenburg beträgt im März 2010 12,5 Prozent. (MV: 14,9 %).  „Damit erweist sich der Arbeitsmarkt in Westmecklenburg als stabil und kommt zunehmend in Bewegung“, so Lothar Michael, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Schwerin. „Im Vergleich zum Monat Januar hat sich die Zahl der Abmeldungen in Erwerbstätigkeit fast verdoppelt“, kommentiert Michael die aktuelle Lage. „Während einige Betriebe noch Kurzarbeit machen, suchen andere bereits nach zusätzlichen Fachkräften.“

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit…
Im März 2010 sind insgesamt 3.874 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Das sind 15 Jugendliche weniger als im Februar 2010. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind das 438 junge Frauen und Männer weniger. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt für diesen Personenkreis wie im Februar 11,9 Prozent.

„1.113 Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt wurden im März durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice Westmecklenburg neu akquiriert“, so Michael. Seit Jahresbeginn sind damit bisher 2.962 Stellen im Agenturbezirk angezeigt worden. Das sind 177 oder 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage im März 2010 konzentriert sich schwerpunktmäßig auf Mitarbeiter der Zeitarbeit, im Gastgewerbe, dem Baugewerbe und dem Gesundheits- und Sozialwesen. Positiv hervorzuheben ist, dass auch das verarbeitende Gewerbe einen Anstieg zu verzeichnet hat.

Ausbildungsmarkt
Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober 2009 haben sich 1.456 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit Schwerin gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchen. Das sind 23,7 Prozent oder 452 weniger, als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Demgegenüber stehen 2.068 betriebliche Ausbildungsstellen, das sind 253 bzw. 13,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
„Auf dem Ausbildungsmarkt bekommen wir die demografische Entwicklung mit voller Wucht zu spüren“, schätzt Michael die aktuelle Statistik ein. „Die Chancen, in der Region ein passendes Angebot zu finden, sind für Jugendlicher daher besser denn je“, unterstreicht Michael. Gute Bewerberinnen und Bewerber können sich in diesem Jahr nahezu aussuchen, wo sie ihre Ausbildung absolvieren möchten. Themen wie Name und Ruf des Unternehmens, Entwicklungsmöglichkeiten, Wohnortnähe, Betriebsklima Ausbildungsvergütung und Sozialleistungen spielen eine zunehmende Rolle bei der Entscheidung für einen Ausbildungsplatz. Insgesamt stehen aktuell 1.598 unbesetzte betriebliche Ausbildungsstellen 1.012 noch unversorgten jungen Frauen und Männern gegenüber. Das heißt, auf jeden Bewerber kommen rein rechnerisch 1,6 betriebliche Ausbildungsstellen.

Kurzarbeit

Das Thema Kurzarbeit spielt auch im Agenturbezirk weiter eine Rolle. Im Februar gingen – neu – 121 Anzeigen zu Kurzarbeit für bis zu 1.512 Personen ein. Davon kamen 11 Anzeigen für 63 Beschäftigte aus dem Baugewerbe. Im Januar 2010 waren es 153 Anzeigen für 1.465 Frauen und Männer. „Gegenüber dem restlichen Bundesgebiet liegt die Kurzarbeit in Westmecklenburg weiterhin auf niedrigem Niveau“, so Michael.
Betriebe, die kurzarbeiten, interessieren sich auch für die Weiterbildung ihrer Angestellten, um die Zeit effektiv zu nutzen. „Kurzarbeit mit Qualifizierung zu verbinden halte ich für eine weitsichtige Variante strategischer Personalpolitik. Die Betriebe binden so die Fachkräfte an ihr Unternehmen und statten die Mitarbeiter während der Auftragsflaute gleichzeitig mit den aktuellsten Kenntnissen aus“, kommentiert Michael abschließend.

Arbeitsmarktpolitik

„Auch in Zukunft wird die Arbeitsmarktentwicklung durch eine stetig wachsende Fachkräftenachfrage gekennzeichnet sein“, erläutert Michael. Die Unternehmen der Region benötigen gut qualifizierte Mitarbeiter/innen. Wir setzen unser Augenmerk daher weiter auf das Thema Bildung. Gegenwärtig werden 3.088 Teilnehmer in Qualifizierungsmaßnahmen für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht. Das sind 488 bzw. 18,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Arbeitsgelegenheiten sind im März 3.326 Personen beschäftigt.


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