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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Angekommen und angenommen: Sechs Jahre Kunstmuseum Ahrenshoop

Seit August 2013 besuchten mehr als 225.000 Gäste fast 50 Ausstellungen / Neue Kunstschau widmet sich dem Lebenswerk von Fritz Kuhr

Etablierte Landmarke an der Ostsee: Mit einem positiven Resümee blickt das Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst auf die ersten sechs Jahre seines Bestehens zurück. Bereits mehr als 225.000 Gäste besuchten den markanten Museumsbau in der ehemaligen Künstlerkolonie Ahrenshoop, in dem bis heute 47 Kunstschauen zu regional bedeutenden Künstlern wie Lyonel Feininger, Dora Koch-Stetter oder Werner Tübke ausgestellt wurden.

„Das Kunstmuseum Ahrenshoop hat sich zu einem künstlerischen Zentrum mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Dies ist den vielen interessierten Gästen, aber auch der Gemeinde Ahrenshoop sowie einer großen Zahl an Förderern, Stiftern, Mitarbeitern und tatkräftig engagierten Ehrenamtlern zu verdanken“, sagt Dr. Herbert Kempf, Vorstandvorsitzender des Kunstmuseum Ahrenshoop e. V. und Sprecher der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop.

Das Kunstmuseum Ahrenshoop ist als Stiftermuseum mit hohem bürgerschaftlichen Engagement errichtet und am 31. August 2013 eröffnet worden. Entworfen wurde das aus vier Ausstellungshäusern und einem Multifunktionshaus bestehende Museum von dem Berliner Architekturbüro Volker Staab, dessen architektonisches Konzept den ländlichen Bautypus der Region in eine zeitgemäße Museumsarchitektur integrierte.

Die eigene Sammlung umfasst derzeit mehr als 900 Bilder und über 2.000 Grafikkonvolute, die insbesondere die Gründerjahre der Künstlerkolonie Ahrenshoop berücksichtigen.

„also wird gemalt“ – Neue Ausstellung zum Bauhäusler Fritz Kuhr

Im Anschluss an eine Ausstellung zur Künstlerfreundschaft der Ahrenshooper Maler, Graphiker und Bildhauer Alfred Partikel und Gerhard Marcks wird vom 14. September bis 23. November 2019 das Lebenswerk des Künstlers Fritz Kuhr (1899-1975) gezeigt. Der im belgischen Lüttich geborene Bauhaus-Schüler war einer jener jungen Künstler, die nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges die avantgardistischen Ideen der neuen Kunstschule begeistert aufnahmen und mit der Hoffnung auf eine Umgestaltung der Gesellschaft verbanden. Wie viele andere Bauhäusler hielt Kuhr am Selbstverständnis des Künstlers als Einzelgänger in einer kunstfeindlichen Gesellschaft fest.

Er suchte nach einem individuellen Modus der Entfaltung auf dem Weg der damals relevanten „Abstraktion“ zwischen geometrischer Verdichtung, Farbsystematik und surrealistischer Phantasie. Sein Lebenswerk steht heute exemplarisch für die Sinnsuche seiner von zwei Weltkriegen und einer verbrecherischen Diktatur heimgesuchten Generation.

Das Kunstmuseum Ahrenshoop ist täglich von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr (donnerstags bis 20.00 Uhr) geöffnet. Der Eintritt kostet zehn Euro (Schüler und Studenten ermäßigt).

Pressemiteilung / Kunstmuseum Ahrenshoop, Matthias Schümann

 

 


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