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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Abfallwirtschaftsplan M-V – Seidel: Abfallwirtschaft funktioniert

Der Kreislauf der Abfallwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern funktioniert. „Im Jahr 2006 wurden rund 480.000 Tonnen Siedlungsabfälle in Mecklenburg-Vorpommern behandelt, verwertet und deponiert“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin.

Die Landesregierung hatte zuvor den Abfallwirtschaftsplan Mecklenburg-Vorpommern fortgeschrieben. „Wir konnten mit der Fortschreibung auch die so genannte Andienungspflicht, die in vielen anderen Bundesländern gilt und die Ablieferung von Abfällen an Entsorgungsanlagen regelt, aufheben“, sagte Seidel. „Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Deregulierung. Die Masse der in Mecklenburg-Vorpommern erzeugten Abfälle bleibt aufgrund der Verträge der Entsorgungsträger in Mecklenburg-Vorpommern. Das sichert auch die Wertschöpfung innerhalb des Wirtschaftskreislaufs.“

Pro Einwohner fielen im Jahr 2006 in Mecklenburg-Vorpommern rund 240 kg Siedlungsabfälle (incl. Geschäfts- und Sperrmüll sowie Infrastrukturabfälle) an. Durch Abfallvermeidung, Bevölkerungsrückgang und andere Einflüsse wird das Abfallaufkommen in den nächsten Jahren sogar auf etwa 453.000 Tonnen je Jahr zurückgehen. Dem Aufkommen stehen derzeit sogar genehmigte Behandlungskapazitäten von 595.000 Tonnen je Jahr gegenüber. Damit ist auch die Entsorgung von Gewerbeabfällen gesichert.

„Aus den Siedlungsabfällen werden derzeit rund 425.000 Tonnen so genannte heizwertreiche Fraktionen gewonnen, die anschließend in den in Mecklenburg-Vorpommern vorhandenen Verbrennungsanlagen verwertet werden“, sagte Seidel. Da derzeit die Fraktionen noch größer sind als die Verbrennungskapazitäten im Land, werden vorbehandelte Siedlungsabfälle aus Mecklenburg-Vorpommern auch in anderen Bundesländern entsorgt.

Umgekehrt verhält es sich bei Sonderabfällen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2006 222.000 Tonnen Sonderabfall erzeugt. Die in Mecklenburg-Vorpommern entsorgte Menge an Sonderabfällen betrug ca. 421.000 Tonnen. Für das Sonderabfallaufkommen stehen für die Behandlung und Zwischenlagerung ausreichend Behandlungskapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung, vor allem auf der landeseigenen Deponie Ihlenberg im Landkreis Nordwestmecklenburg.

In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit vier Deponien und eine Müllverbrennungsanlage betrieben, zwei Verbrennungsanlagen für die Entsorgung der heizwertreichen Fraktion arbeiten in Stavenhagen und Demmin, zwei weitere in Rostock und Hagenow sind im Bau.


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