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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Offene Kinder- und Jugendarbeit in Rostock zugelassen

Der Jugendhilfeausschuss der Hansestadt Rostock hat am 13. Mai dem Verein Soziale Bildung e.V. den Zuschlag zur Ausrichtung der „Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ (OKJA) für die Stadtteile KTV, Stadtmitte und Brinkmannsdorf erteilt.

Das im mehrmonatigen Auswahlverfahren auch mit den Ortsbeiräten diskutierte Konzept setzte sich in der Endauswahl gegen das Angebot von Kellerkind e.V. durch.

Die Hansestadt bevorzugt im Moment die Nutzung eines Objektes in städtischem Besitz. SOBI e.V. hat parallel zum Auswahlverfahren mehrere eigene bauliche Konzepte geprüft und angepasst. Der Verein bevorzugt eine weitgehend unabhängige Lösung in einem Objekt, dass nicht zwangsläufig durch die Hansestadt unterhalten werden muss. Über Ort und Räumlichkeiten wird noch im Sommer entschieden.

Neben Schulsozial- und Jugendarbeit ist das Anbieten offener Räume im Rahmen der „OKJA“ klar vorgesehen. Weiterhin soll die Schulsozialarbeit an drei innerstädtischen Schulen gestaltet werden. Zusätzlich zu Kurz- und Erstberatungen für junge Menschen werden beteiligungsorientierte Projekt- und Bildungsangebote geschaffen. Der erfolgreiche Bildungsansatz des Vereins setzt auf vielseitige Förderung der Selbstorganisation und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

Soziale Bildung e.V. arbeitet seit 2005 als staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung in Rostock und führt landesweit Projekttage an Schulen durch. Der Verein ist Träger zahlreicher Angebote im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Schwerpunkte sind u.a. Interkulturelle Bildung, Globalisierung, Gentechnik, Erinnerungskultur und Rechtsextremismus. Unter dem Titel „Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum“ läuft seit Herbst 2007 ein landesweites, vom Verein getragenes Modellprojekt.

SOBI e.V. unterhält ein wöchentliches Kulturforum zu aktuellen Themen mit u.a. Lesungen und Filmabenden und ist Herausgeber des alternativen Stadtmagazins „Fußnote“. Mit dem Zuschlag zur künftigen Ausrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit startete das neue Internetangebot des Vereins mit Informationen zur Projektarbeit sowie den wöchentlichen Publikumsprogrammen: www.soziale-bildung.org.


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