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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Lehrlingsaustausch: Handwerk kennt keine Grenzen

Mecklenburger Azubis erleben Handwerk in Finnland

Am Sonntag, dem 11. September fliegen sechs Lehrlinge aus Mecklenburger Tischlerbetrieben in die finnische Stadt Pori. In der ersten Woche des insgesamt dreiwöchigen Aufenthaltes lernen sie im dortigen Berufsausbildungszentrum Winnova traditionelle Handwerkstechniken kennen, die in der Ausbildung in Deutschland nicht gelehrt werden. In der zweiten Woche erfolgt eine gemeinsame Grundlagenausbildung der deutschen Azubis und finnischer Lehrlinge durch Wolfgang Schlüter, der die Gruppe als Ausbilder aus dem Bildungszentrum der Handwerkskammer Schwerin begleitet. In der dritten Woche leitet Wolfgang Schlüter einen Maschinenlehrgang für die finnischen Lehrlinge. Parallel dazu absolvieren die deutschen Lehrlinge ein Praktikum in finnischen Unternehmen.

In Finnland werden Handwerksberufe im Rahmen einer schulischen Ausbildung erlernt. Die duale Ausbildung in Betriebe und Berufsschule, wie man sie in Deutschland praktiziert, sucht man hier vergeblich. Nicht nur in Finnland, sondern auch in anderen europäischen Ländern wächst das Interesse an der Berufsausbildung deutscher Prägung, da sie besser auf die Anforderungen aus der Wirtschaft ausgerichtet ist.

Der Lehrlingsaustausch wird aus Mitteln des europäischen Bildungsprogramms „Leonardo da Vinci“, Programm für lebenslanges Lernen gefördert und von der Handwerkskammer Schwerin organisiert. Ab dem 19. November erfolgt der Gegenbesuch finnischer Lehrlinge in Schwerin, der insgesamt vier Wochen dauern wird.

Quelle: Redaktion NordHandwerk


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