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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Gespräche zum transeuropäischen Verkehrsnetz

Schröder: M-V verfügt mit Ostsee-Adria-Korridor über kürzeste und schnellste Verbindung nach Südosteuropa

Der Ostsee-Adria-Korridor soll als zentrale Verbindung eines zukünftigen transeuropäischen Verkehrsnetzes entwickelt werden. Dafür warben heute der Staatssekretär im Verkehrsministerium Mecklenburg-Vorpommern, Sebastian Schröder, gemeinsam mit dem einzigen Europaabgeordneten aus M-V, Werner Kuhn (EVP), sowie Verkehrsexperten aus Skandinavien vor Europaabgeordneten und Vertretern der europäischen Kommission im Europaparlament in Brüssel. „Mit dem Ostsee-Adria-Korridor verläuft die kürzeste und schnellste Verkehrsverbindung zwischen Südosteuropa und Skandinavien über Mecklenburg-Vorpommern. Die Verkehrswege in unserem Bundesland sind sehr gut ausgebaut. Davon profitiert die Logistikwirtschaft schon heute“, sagte Schröder in Brüssel. „Ziel ist eine positive wirtschaftliche Entwicklung und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen in Mecklenburg-Vorpommern und den anderen Anrainerregionen. Die gute Verkehrsverbindung von Nord nach Süd ist die beste Grundlage für einen echten Entwicklungskorridor.“

Kuhn betonte: „Wenn die Alpentunnel fertiggestellt sein werden – ab 2016 – müssen auch die entsprechenden Bahnlinien bis nach Berlin als zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut sein, damit der Ostsee-Adria-Korridor die Güterströme aus Südosteuropa aufnehmen kann. Es ist unser erklärtes Ziel, dass die Eisenbahnachsen Palermo-Berlin (TEN T 1) und Athen-Sofia-Budapest-Wien-Prag-Dresden (TEN T 22) nach Rostock weitergeführt werden, um ökonomisch und ökologisch effizient Fracht und Passagiere über den Rostocker Hafen nach West-Skandinavien zu befördern.“

Schröder erklärte: „20 Jahre nach dem Fall der Mauer haben die natürlichen Verkehrsrouten in Europa wieder ihre Bedeutung für das europäische Verkehrsnetz zurückgewonnen.“

Mecklenburg-Vorpommern verfügt mit seinen sehr gut ausgebauten Häfen über ideale Verbindungen nach Skandinavien. In den vergangenen Jahren hat insbesondere der Umschlag zwischen Rostock und Gedser stark zugenommen. Auf dieser Linie sollen in Zukunft zwei neue Fähren eingesetzt werden. „Damit verbessern wir die Bedingungen für den Güterverkehr und stärken die Wertschöpfung in der Region“, sagte Schröder. „Außerdem wird dadurch deutlich, dass auch die private Wirtschaft ein starkes Interesse an der Verbindung hat.“

Zudem sollen die Weiterführung der A 14 nach Magdeburg bis 2020 und der Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Rostock bis 2013 fertig gestellt sein. Schröder erklärte: „Mit dem Ausbau des Schienennetzes leisten wir zudem einen Beitrag zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Wir werden auch in Zukunft in ökonomisch und ökologisch sinnvolle Verkehrsinfrastrukturprojekte investieren“, so Schröder.

Der Ostsee-Adria-Korridor verbindet mehrere wichtige Metropolen Zentraleuropas. Mit Oslo, Stockholm, Kopenhagen, Berlin, Prag, Wien, Bratislava, Budapest und Ljubljana umfasst er neun Hauptstadtregionen. Im Ostsee-Adria-Korridor leben rund 93 Millionen Menschen und das BIP liegt bei 2,5 Milliarden Euro.

Quelle: VM


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