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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Eröffnungsbilanz und Entwicklung zeigen: Landesforstanstalt MV auf gutem Weg

„Zweieinhalb Jahre sind seit dem Start der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern als Anstalt des öffentlichen Rechts vergangen und mittlerweile ist ein guter Zeitpunkt erreicht, eine erste Bilanz zu ziehen“, sagt heute der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus in der Landespressekonferenz und kennzeichnet zugleich die Zielrichtung der neuen Struktur:

„Seit Januar 2006 wurden durch die Landesforstanstalt wesentliche Meilensteine auf dem Weg hin zu einem modernen öffentlichen Dienstleister für den ländlichen Raum sowie zur Konsolidierung im Forstbetrieb gesetzt.“

Als Erfolg wertet der Minister auch die nach umfangreichen Inventuren und Abstimmungen zum Monatsanfang veröffentlichte Eröffnungsbilanz der Anstalt. „Die Eröffnungsbilanz weist die stolze Gesamtsumme von 593,3 Millionen Euro aus“, stellte der Minister vor. Das der Landesforstanstalt übertragene Eigentum des Landes an Waldflächen, Gebäuden, technischen Anlagen und Maschinen sowie die Geschäftsausstattung seien im Ra-men der Eröffnungsbilanz nach objektiven betriebswirtschaftlichen Kriterien bewertet worden. „Die resultierende Eigenkapitalquote liegt mit 99,5 Prozent außergewöhnlich hoch“, so Dr. Backhaus.

Neben fiskalischen seien mittlerweile auch strukturelle Meilensteine gesetzt wie die Verabschiedung einer Unternehmerischen Konzeption für den Forstbetrieb im so genannten eigenen Wirkungskreis, die voranschreitende Etablierung auf dem Dienstleistungssektor sowie die schrittweise Absenkung des Zuschussbedarfs. „Die Gründung einer Anstalt des öffentlichen Rechts und die damit verbundene Einführung der doppelten kaufmännischen Buchführung ermöglichen der Landesforst ein flexibleres unternehmerisches Handeln und damit einen effizienteren Einsatz des finanziellen Budgets“, bewertet Sven Blomeyer als Vorstand der Landesforstanstalt den Schritt in die neue Unternehmensform. „Die ersten Erfahrungen zeigen: Entscheidungswege wurden wesent-lich verkürzt und Kompetenzen auf die Landesforst konzentriert.“ Mit der Entscheidung zu mehr unternehmerischer Freiheit sei es der Landesforst MV ermöglicht worden, sich unter vergleichbaren Voraussetzungen dem freien Wettbewerb zu stellen.

Darüber hinaus ermögliche die Bildung einer Rücklage zur Risikovorsorge, unternehmerischen Wagnissen vorbeugend zu begegnen. Bei den Mitarbeitern der Landesforst habe die rechtliche Verselbständigung auch zu einer spürbaren Motivationssteigerung geführt. „In Anlehnung an ein bekanntes Zitat ist der bildhafte Ruck durch die Landesforst MV gegangen“, so Blomeyer.

Mit den in nur zwei Jahren erzielten Erträgen sowie durch Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand wurden gegenüber der Haushaltsplanung 2006/2007 im Jahr 2006 11,3 Millionen Euro und in 2007 17,9 Millionen Euro nicht in Anspruch genommen. „Diese Mittel sind im Zuge der weiteren Konsolidierung in den Landeshaushalt eingeflossen“, kann Minister Dr. Backhaus erfreut bilanzieren. Trotz klarer Vorgaben und hoher Maßstäbe an die Effizienzsteigerung werden dagegen am öffentlichen Leistungsspektrum der Landesforst, wie dem Betrieb der Jugendwaldheime oder dem forstlichen Forschungs- und Versuchswesen, keine Abstriche gemacht. „Hier beteiligt sich das Land weiterhin jährlich mit rund 24 Millionen Euro“, sichert der Minister zu.

Gleichzeitig gelte es, die Ertragssituation des Forstbetriebes im eigenen Wirkungskreis schrittweise zu verbessern und hier bis zum Jahr 2012 Kostendeckung zu erreichen. „Dies ist ein sehr ambitioniertes Ziel, dass wir mit vereinten Kräften anstreben werden“, so Minister Dr. Backhaus und Vorstand Blomeyer.


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