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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Zwischen Stralsund, M-V und „der Welt“: Der Schwimmsport

Nachgefragt bei Stefan Faulenbach

Das schwimmsportliche Jahr 2017 hat längst begonnen. Saison-Höhepunkt sind dabei die Weltmeisterschaften vom 14.Juli bis 30.Juli in Budapest. Aber auch regional, in Rostock, in Stralsund, in Greifswald, in Wismar, in Neubrandenburg oder in Schwerin, gibt es interessante Schwimm-Wettkämpfe.

Was sind die Highlights im Schwimmsport hierzulande, speziell auch in Stralsund?!

Nachgefragt bei Stefan Faulenbach, Vorsitzender des Pommerschen Sportvereines Stralsund und auch Leiter der dortigen Schwimm-Abteilung

Frage: Das Jahr 2017 ist noch jung. Welches waren, welches sind die kommenden schwimmsportlichen Höhepunkte in M-V?

Stefan Faulenbach: Die Höhepunkte in unserem Bundesland sind mit Sicherheit die Landesmeisterschaften im Mai diesen Jahres in Rostock, werden hier doch die Meister ausgeschwommen. Aber schon im März findet in Rostock der Arena Talente Cup statt. Dies ist ein offener Nachwuchswettkampf der Altersklassen 13 und jünger. Dieser Wettkampf stellt einen Höhepunkt im Wettkampfkalender dar, weil hier die Landeskader des Vorjahres berufen werden. Zum Saisonabschluss im Juli  findet dann ebenfalls in Rostock der Landespokal statt, ebenfalls ein attraktiver Wettkampf für die Schwimmerinnen und Schwimmer unseres Landes, weil wir hier – altersklassenübergreifend – den Landespokalsieger ermitteln werden.

Frage: Noch ein letzter Rückblick auf 2016… Wie lief es da aus Sicht des PSV Stralsund im Schwimmbereich?

Stefan Faulenbach: Aus Sicht des Pommerschen Sportvereins war es ein sehr erfolgreiches Jahr für die Schwimmer. Noch nie wurden bei den Landesmeisterschaften so viele Medaillen gewonnen, mit 11 Teilnehmern gingen so viele, wie noch nie bei den Norddeutschen Meisterschaften an den Start und der Höhepunkt war sicher die erste Teilnahme des Vereins an den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften, die Qualifikation unserer Sportler ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte.

Frage: Wie ist ansonsten der Zuspruch der jungen Talente im Schwimmsport in Stralsund?

Stefan Faulenbach: Der Zuspruch junger Schwimmer ist, trotz der Krise im Deutschen Spitzen-Schwimmen, ungebrochen hoch. Wir freuen uns darüber sehr und wollen aus der Fülle an jungen Talenten auch in den kommenden Jahren sehr gute Schwimmer entwickeln, um den Schwimmsport in Stralsund nachhaltig nach vorne zu bringen.

Letzte Frage: Budapest ist der internationale Jahreshöhepunkt im Schwimmsport 2017 … Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Schwimmsportes in Deutschland? Und: Welchen Stellenwert hat das Schwimmen im organisierten deutschen Sport aus Ihrer Sicht?

Stefan Faulenbach: Ich glaube, es wird dauern bis sich der DSV wieder in der erweiterten Weltspitze etabliert. Es gibt viele junge Talente, wenn ich da zum Beispiel an Celine Rieder und Johannes Hintze denke. Der Schritt von der nationalen Spitze in die Weltklasse ist aber ein harter und langer Weg. Von daher denke ich, dass man die Erwartungen eher zurückhaltend betrachten sollte. Ob die Reform des Spitzensports in Deutschland dabei hilft, wird sich zeigen müssen, ich bin da optimistisch. Der Stellenwert dieser traditionsreichen olympischen Sportart, wird davon ungeachtet, aber hoch bleiben, so hoffe ich zumindest.

Vielen Dank!

Marko Michels

 

 


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