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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Zwischen Bob, Rodel und Skeleton

WM im Januar und Februar

Das Sportjahr 2011 ist reich an Events. Gerade die Monate Januar bis März stehen deutlich im Zeichen des Wintersportes, wenn Eisschnellläufer,
Eiskunstläufer, alpine sowie nordische Skisportler, Snowboarder, Ski-Crosser, Biathleten oder Schlittensportler ihre WM, EM und Weltcup-Wettbewerbe bestreiten. Dazu sind noch die studentischen Wintersportler bei ihrer Universiade in Erzurum (Türkei) aktiv. Gerade Rodler, Skeletoni und Bobfahrer sind dabei im Großeinsatz …

Nachgefragt bei der Presse-Chefin des Deutschen Bob- und Schlittenverbandes, Margit Dengler-Paar

„Ich schätze Meinhard Nehmer sehr …“

Margit Dengler-Paar über die WM-Aussichten für die deutschen Bob- und Schlittensportler, die Olympiabewerbung 2018 aus „Schlitten-Sicht“, die Vorbereitung zur Bob- bzw. Skeleton-WM und die 70. Geburtstage von Wolfgang Zimmerer sowie Meinhard Nehmer

Frage: Ski-Weltcup, Biathlon-Weltcup, Eiskunstlauf-EM, Eisschnelllauf-EM. Das sind, das waren einige Highlights im Wintersport-Monat Januar. Ende Januar findet nun die Rodel-WM im italienischen Cesana, auf der Olympiabahn von 2006, statt. Was erhoffen Sie sich, als ehemalige Rodlerin, von den deutschen Rodel-Assen?

Margit Dengler-Paar: Ich hoffe natürlich, dass unsere Sportlerinnen und Sportler an die herausragenden Erfolge der Weltcups anknüpfen können und auch zum Saisonhöhepunkt in Italien ihre Wettkampfstärke unter Beweis stellen. So wünsche ich mir in allen vier Disziplinen einen Platz auf dem WM-Treppchen, für das BSD-Team. Bei den Damen darf es auch einer mehr sein.

Frage: Wenn die Rodler ihre WM-Titelträger gekürt haben, sind die Bobfahrer sowie Skeletoni dran. Auch hier gab es in der Saison 2010/11 bislang überzeugende Resultate für Sandra Kiriasis, Karl Angerer, Manuel Machata, Anja Huber oder Sandro Stielicke. Die WM findet für Bob und Skeleton gemeinsam vom 14. bis 27. Februar 2011 statt.

Läuft bei den Vorbereitungen alles nach Wunsch? Mit wie vielen Teilnehmern und teilnehmenden Nation wird gerechnet? Gibt es noch Karten? Und: Was ist das Minimalziel für das deutsche Team ?

Margit Dengler-Paar: Ja, in den Vorbereitungen läuft alles planmäßig, auch wenn es noch viel zu tun gibt. Gerade in Sachen Side-Events sind die Planungen noch in vollem Gange. Es wird sportlich und auch drum herum eine tolle WM geben im Februar am bayerischen Königssee. Wir freuen uns auf sicher sehr spannende WM-Läufe, in denen auch die deutschen Sportlerinnen und Sportler zum Kreis der Favoriten gehören, in den sechs Kufendisziplinen. Außerdem wird es eine große Eröffnungsfeier im Zentrum von Berchtesgaden geben. In den Rennpausen an der Bahn steigt eine große Ramp-to-Ramp-Motobike-Show mit cooler Motorrad-Akkrobatik, es gibt Dirt-Bike-Shows, Musikeinlagen, eine Modenschau und sicher viel Spaß, Spannung und gute Stimmung.

Tickets gibt es noch unter www.ticketmaster.com online und vor Ort an der Tageskasse am Haupteingang.

Frage: Zwei große deutsche Bobfahrer, Meinhard Nehmer von der Insel Rügen und Wolfgang Zimmerer aus Garmisch-Partenkirchen, haben und hatten ihre großen Jubiläen. Wolfgang Zimmerer wurde im November 2010 weise 70, Meinhard Nehmer folgte nun im Januar 2011.
Beide lieferten sich gerade bei den Winterspielen 1976 packende Duelle. Was zeichnete aus Ihrer Sicht die Zwei aus?

Margit Dengler-Paar: Herrn Zimmerer kenne ich leider nur von Fotos und aus den Bob-Statistiken. Er hat eine tolle sportliche Karriere hingelegt, die ich sehr bewundere. Mit Meinhard Nehmer durfte ich beim Bob- und Schlittenverband ein paar Jahre zusammen arbeiten. Seine unglaubliche Kompetenz als Trainer im Bereich Bobsport wurde von allen Seiten sehr geschätzt. Er ist ein sehr angenehmer, ruhiger, hilfsbereiter und immer freundlicher Kollege gewesen, den ich sehr schätze. Ich wünsche Meinhard Nehmer auf diesem Weg alles, alles Liebe und Gute zum 70sten!

Frage: Die Olympiabewerbung von München, Garmisch-Partenkirchen und von Königssee gewinnt zunehmend an Fahrt. Nach wie vor gibt es jedoch Probleme um Grundstücke in GAP. In Königssee lief es hingegen von Anfang an – im Hinblick Olympiabegeisterung – optimal. Was hat man dort besser gemacht?

Margit Dengler-Paar: Das kann ich natürlich schwer beurteilen, weil ich die Arbeit vor Ort in Garmisch-Partenkirchen ja gar nicht kenne. Ich denke, in erster Linie braucht man am Königssee einfach weniger Grundstücke. Bei uns ist ja fast alles vorhanden. Es muss nicht viel mehr gebaut werden und die Bevölkerung lebt seit Jahren gut mit der Sportstätte am Königssee. Die meisten Bürger würden sich freuen, wenn Schönau am Königssee Olympiaort werden dürfte.

Dann alles erdenklich Gute für die Rodel, Bob- und Skeleton-WM 2011 und maximale Erfolge!

Marko Michels

Weitere Infos: www.bsd-portal.de


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