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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Zwischen Apeldoorn 2011 und London 2012

Rad-Ass Miriam Welte vom Track Cycling Team M-V mit großen Zielen

Das Radsportjahr 2011 war sowohl für Miriam Welte als auch für Stefan Nimke vom Track Cycling Team M-V sehr erfolgreich. Bei den WM, EM und Weltcups des Jahres scheffelten beide viel Edelmetall … So erkämpfte Miriam WM-Bronze im 500 Meter-Zeitfahren, belegte Platz fünf im WM-Teamsprint, errang EM-Bronze im Teamsprint, holte zweimal Weltcup-Bronze (500 Meter-Zeitfahren / Teamsprint) in Astana und Weltcup-Gold (Teamsprint) in Cali. Außerdem wurde die 25-jährige in diesem Jahr dreifache Deutsche Meisterin im Keirin, 500 Meter-Zeitfahren und im Teamsprint.

„So kurz vor Olympia kann man sich keine langen Pausen können …“

Nachgefragt bei Miriam Welte …

Frage: Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Weltcup-Erfolg in Cali. Die Teamsprint-Wettbewerbe in Cali wurden ja von Dir, zusammen mit Kristina Vogel, und Stefan, zusammen mit Maximilian Levy und Rene Enders, dominiert. Wie verliefen aus Deiner Sicht die Weltcup-Wettbewerbe in Astana und in Cali?

Miriam Welte: Erst mal vielen Dank für die Glückwünsche! Ich musste im Spätsommer wegen einer Lungenentzündung einige Zeit pausieren und konnte auch danach noch nicht richtig trainieren. In Astana bin ich immer noch nicht richtig fit gewesen.

Daher waren die dort gefahrenen Zeiten sehr gut. Ich bin mit viel Selbstvertrauen und Motivation nach Cali gefahren. Hier haben wir noch ein paar Tage trainieren können. Da wir sehr zeitig hier waren, hatte ich genug Zeit, mich an die Bahn und das Klima zu gewöhnen. Ich bin mit der Leistung im Teamsprint hier sehr zufrieden. Kristina und ich haben gezeigt, dass wir endlich an der Weltspitze angekommen sind.

Frage: Wie beurteilst Du die Leistungen des deutschen Bahnradsport-Teams insgesamt bei den beiden Weltcups 2011/12?

Miriam Welte: Ich denke, dass wir im Sprintbereich eine sehr enge Leistungsdichte bei den Männern haben. Der Weltrekord von Stefan, René Enders und Max Levy war absolut Spitze. Wir sind ein sehr starkes Team. Auch der Zusammenhalt und das Miteinander im Team sind super.
Kristina Vogel und ich können sehr zufrieden sein mit den beiden Weltcups. Ich habe mich die letzten Wochen komplett auf den Teamsprint konzentriert. Mit den eingefahrenen Erfolgen habe ich gesehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Frage: Mit dem Rückenwind des Weltcup-Erfolges … Wie geht es jetzt sportlich für Dich weiter? Wie sieht Deine weitere Vorbereitung aus?

Miriam Welte: Ich bin derzeit noch in Medellin in Kolumbien. Hier werde ich von Donnerstag bis Samstag noch ein Radrennen fahren. Anschließend geht es nach Hause.

Die weiteren Termine: Anfang Januar fliegen wir mit der Nationalmannschaft ins Trainingslager nach Kapstadt. Dann werde ich noch in London den letzten Weltcup und anschließend die Weltmeisterschaft in Melbourne fahren. Danach wird fest stehen, ob es mir der Olympiaqualifikation geklappt hat. Die Vorbereitung für de Olympischen Spiele würde dann direkt nach der WM beginnen.

Frage: Zu den Feiertagen ist radsportlich doch ein wenig Ruhe angesagt – oder?

Miriam Welte: Na ja, Ruhe hat man im vorolympischen Jahr nicht mehr wirklich. Ich habe diese Woche Regeneration. Wenn ich wieder in Deutschland bin, wird das Training direkt weiter gehen. Dieses bedeutet auch, dass ich an den Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr fleißig trainieren werde. Ich möchte in London mit um die Medaillen kämpfen, da kann man sich jetzt keine lange Pause mehr gönnen …

Beste Erfolge 2012!

M. Michels


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