Rostockerinnen und Rostocker bleiben ihrem Wohngebiet auch bei Umzug treu / Statistische Nachrichten zum Wohnungsneubau in den vergangenen fünf Jahren

Blick auf den Universitätsplatz in Rostock. Foto: M.M.

Wie viele Wohnungen sind in den letzten fünf Jahren in neuen Häusern entstanden und wer ist in diese neugebauten Wohnungen gezogen? Diese Fragen beantwortet die neueste Ausgabe der „Statistischen Nachrichten“ aus dem Rathaus. Dabei wurde jetzt untersucht, wie viele Wohnungen in den letzten fünf Jahren gebaut wurden. Maßgeblich war der Wohnungsneubau. Wohnungen, die durch Baumaßnahmen und Umbauten entstanden sind, blieben unberücksichtigt.

In den letzten fünf Jahren wurden in Rostock insgesamt 2.982 Wohnungen in Neubauten fertig gestellt. 2.572 Wohnungen befanden sich in Mehrfamilienhäusern und 405 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Die meisten Wohnungen entstanden in den letzten fünf Jahren in der Stadtmitte mit 946 Wohnungen, im Seebad Warnemünde mit 479 Wohnungen, in Evershagen mit 202 Wohnungen, in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt mit 198 Wohnungen und in der Südstadt mit 191 Wohnungen.

Ein- und Zweifamilienhäuser wurden in den letzten fünf Jahren vor allem im Seebad Diedrichshagen (43 Wohnungen), in Brinckmansdorf (46 Wohnungen) und in Lichtenhagen (41 Wohnungen) fertig gestellt.

Blick zur Marienkirche in Rostock vom Neuen Markt. Auch in Rostock gibt es natürlich Konzerte der Festspiele M-V 2019. M.M.

Doch wer wohnt in den größten neu entstandenen Baugebieten in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und woher kommen diese Einwohnerinnen und Einwohner? Dazu wurden ausgewählte Baugebiete mit überwiegend Mehrfamilienhäusern bzw. überwiegend Ein- und Zweifamilienhäusern, die in den letzten Jahren entstanden sind, näher untersucht.

In allen Ein- und Zweifamilienhausgebieten ist das Durchschnittsalter der Einwohnenden sehr gering, weil alle Häuser vor allem von jungen Familien mit kleinen Kindern bezogen wurden. 80 bis 86 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner dieser Gebiete kommen aus der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Das heißt, junge Rostocker Familien konnten ihren „Traum vom Haus“ direkt in Rostock verwirklichen.

Ausnahme ist das neue Bebauungsgebiet „Am Golfplatz“ im Ortsteil Seebad Diedrichshagen. Hier sind 58 Prozent der neuen Bewohnerinnen und Bewohner aus der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und 42 Prozent von außerhalb, darunter nur 13 Prozent aus anderen Gemeinden des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 29 Prozent zogen aus anderen Bundesländern bzw. aus dem Ausland in dieses neue Wohngebiet.

Neuer Markt in Rostock. Foto: M.M.

In die Baugebiete mit überwiegender Mehrfamilienhausbebauung zogen auch überwiegend Rostockerinnen und Rostocker. Der Anteil liegt aber im Durchschnitt rund 20 Prozent-Punkte unter dem der Ein- und Zweifamilienhausgebiete. Bei den meisten Mehrfamilienhausgebieten liegt der Anteil der Zuzüge durch Umzug innerhalb Rostocks bei rund 60 bis 70 Prozent, der Zuzug aus anderen Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns bei 16 bis 24 Prozent und der Anteil aus anderen Bundesländern bei 14 bis 21 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt hier zwischen 40 und 48 Jahren. Ausnahme bildet das untersuchte Bebauungsgebiet „Ehemaliger Güterbahnhof Warnemünde“. Hier liegt das Durchschnittsalter bei 56,5 Jahren und damit weit über dem Durchschnitt der Gesamtstadt (45,1 Jahre). In dieses Gebiet zogen nur zur Hälfte Einwohnerinnen und Einwohner aus der Hanse- und Universitätsstadt Rostock selbst und 32 Prozent aus anderen Bundesländern bzw. dem Ausland.

Brunnen am Universitätsplatz Rostock. Foto: M.M.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Untersuchung ist, dass viele Einwohnerinnen und Einwohner gern in ihrem gewohnten Umfeld bleiben wollen, denn die meisten Zuzüge in die neuen Gebiete erfolgten aus dem eigenen Ortsteil bzw. aus benachbarten Ortsteilen.

Diese und viele andere Zahlen zur aktuellen Entwicklung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock insgesamt sind in der neuesten Statistischen Veröffentlichung der Kommunalen Statistikstelle „Statistische Nachrichten II. Quartal 2019“ enthalten, die über das Internet kostenfrei bezogen werden kann.

Pressemitteilung der Stadtverwaltung Rostock