Zukunft des Landes steht und fällt mit Zukunft der ländlichen Räume

Nach Ansicht des agrarpolitischen Sprechers der Linksfraktion, Prof. Dr. Fritz Tack, ist es dringend erforderlich, dass auf der heute beginnenden Agrarministerkonferenz in Plön eine einheitliche Position der Bundesländer für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union nach 2013 zustande kommt.

„Bereits im März hat meine Fraktion mit einem Antrag im Landtag darauf aufmerksam gemacht, dass die berechtigten Interessen der ostdeutschen Landwirte und damit die die Chancen für die ländlichen Räume gewahrt werden müssen“, erklärte Tack am Donnerstag. Die Zukunft des Landes Mecklenburg-Vorpommern sei untrennbar mit Entwicklung der ländlichen Räume verbunden. „Sie steht und fällt mit der Zukunft der Landwirtschaft“, betonte Tack. Insbesondere gehe es um die Beibehaltung des 2-Säulen-Modells mit einer klaren Aufgabenbestimmung, die eine Umschichtung über eine Modulation ausschließt.

„Eine größenabhängige Degression und Kappung der künftigen Agrarförderung aufgrund der Größe der Betriebe ist kontraproduktiv“, sagte Tack. Die künftige GAP müsse die Versorgung mit Nahrungsmitteln sichern, die Produktion von Rohstoffen fördern, den Erhalt der Kulturlandschaften gewährleisten, die Bereitstellung von Energieträgern sowie von Umwelt- und Klimaleistungen befördern. „Es muss um eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Räume gehen, und zwar in der Einheit von ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklung“, betonte Tack. Bei der Ausgestaltung der GAP bestehe die Chance, künftig Leistungen der Betriebe im Interesse des Gemeinwohls und der ländlichen Räume stärker zu belohnen. „Das können soziale Leistungen der Betriebe sein, aber auch ökologisches Engagement für den Erhalt und den Schutz der Kulturlandschaft mit ihren Ressourcen“, so Tack.

Claudia Schreyer