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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

X.Winter-Paralympics: Paralympische Gold-Zeit für deutsches Team

Martin Braxenthaler mit zweiter Goldmedaille

Gerade den 38.Geburtstag gefeiert, bereits den alpinen Gesamt-Weltcup gewonnen, beim ersten paralympischen Rennen im Slalom schon Gold geholt – das sind die paralympischen Schlagzeilen, die Monoskifahrer Martin Braxenthaler nun um eine weitere ergänzte „Zweiter Gold-Streich – dieses Mal im Riesenslalom“.

„Es ist unglaublich, aber wahr! Zweiter Start, zweites Gold, was will man mehr. Es war so cool da bereits im Slalom, es ist der Hammer!“, so Martin Braxenthaler nach der heutigen Entscheidung. Er erkämpfte damit sein insgesamt neuntes paralympisches Gold seiner Karriere.

Andrea RothfussIn Whistler, wo bereits Maria Riesch und Viktoria Rebensburg bei den Olympics dreimal Gold „schürften“, geht es bei den Paralympics für die deutschen Starterinnen und Starter fast nahtlos weiter:  Neben den beiden Goldmedaillen konnten bislang auch die Alpinen Gerd Schönfelder und Andrea Rothfuss mit jeweils Silber Medaillen erkämpfen. Und noch stehen weitere Disziplinen bevor, in denen erneut der Monoskifahrer Martin Braxenthaler, als auch Gerd Schönfelder, Gerd Gradwohl, Andrea Rothfuss oder die 17jährige Anna Katharina Schaffelhuber beste Medaillen-Ambitionen hegen.

Martin Braxenthaler war bereits nach dem ersten Gold überaus glücklich: „Super, die Siegerehrung auf Medal Place vor einer riesigen Menschenmenge. Das war die tollste Ehrung meiner Karriere !“

Was Martin Braxenthaler dabei besonders auszeichnet, ist seine Nervenstärke.  Er scheint vor allem ein Mann des zweiten Laufes zu sein. stürmte er bereits im Slalom nach Rang zwei noch ganz nach vorn, so war es im Riesenslalom fast ähnlich.

Martin BraxenthalerTrotz strömenden Regens, einer suboptimalen Piste, langer Wartezeiten auf den zweiten Durchgang und Platz 2 im Zwischen-Klassement hinter dem Schweizer Christph Kunz ließ sich Martin Braxenthaler nicht den „Speed abkaufen“, gab Vollgas und erneut wurde es Gold.

Die deutschen Alpinen gehören neben den „Nordischen“ ohnehin zu den fleißigsten paralympischen Medaillensammlern. Die Bilanz seit den Winter-Paralympics 1980 ist jedenfalls eine Erfolgsgeschichte:
1980 in Geilo/Norwegen: 3 x Gold, 2 x Silber, 7 x Bronze / 1984 in Innsbruck: 7 x Gold, 6 x Silber, 8 x Bronze / 1988 in Innsbruck: 7 x Gold,  6 x Silber, 5 x Bronze / 1992 in Albertville/Tignes: 9 x Gold, 7 x Silber, 6 x Bronze / 1994 in Lillehammer: 11 x Gold, 11 x Silber, 10 x Bronze / 1998 in Nagano: 5 x Gold, 5 x Silber, 6 x Bronze / 2002 in Salt Lake City: 8 x Gold, 6 x Bronze / 2006 in Turin/Sestriere: 6 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze.
Und in Whistler gab es bislang (bis zum 16.März) 2 x Gold, 2 x Silber – weitere Medaillen möglich.

Noch bis zum 21.März geht es in Vancouver und in Whistler um paralympische Medaillen.
Maskottchen Paralympics
Den Medaillenspiegel nach fünf paralympischen Tagen sieht folgendermaßen aus:
1.Russland: 6 x Gold, 6 x Silber, 3 x Bronze / 2.Deutschland: 4 x Gold, 2 x Silber / 3.Slowakei: 3 x Gold / 4.Kanada: 2 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze / 5.Ukraine: 2 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze / 6.Österreich: 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze.

Marko Michels

Fotos: Deutscher Behindertensportverband (mit freundlicher Genehmigung)


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