Dem Westen nah durch „Fernost“ ist die Hochschule Wismar.

Anfang August, nur wenige Monate nach Beginn der groß angelegten bundesweiten Sudienwerbekampagne, hatten sich 651 Schüler entschlossen, im Web-Portal „schülerVZ“ die Hochschule Wismar als Wunschhochschule ins Profil zu nehmen. Knapp 50 Prozent von ihnen kommen aus dem westlichen Teil Deutschlands. Damit ist die Wismarer Hochschule nicht nur an der Spitze aller Fachhochschulen Mecklenburg-Vorpommerns, sondern aller ostdeutschen Fachhochschulen. Es haben sogar mehr Schüler ihr Interesse an der norddeutschen Hochschule bekundet, als zum Beispiel an der bekannten Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg oder der Universität Leipzig. 249 Schüler der Sekundarstufe sind derzeit Mitglieder einer sogenannten Edelgruppe in schülerVZ.

Diese ermöglicht es ihnen, direkt mit Studenten in Kontakt zu treten, Fragen zum Studium an der Hochschule Wismar und zum Profil von Technik, Wirtschaft und Gestaltung zu stellen oder einfach über das studentische Leben an der Küste zu plaudern. Zwei Studenten der Fakultät für Ingenieurwissenschaften hatten sich bereiterklärt, in den digitalen Dialog zu treten. Rico Stender und Hendrik Schneppe, beide starten diesen Monat ins 5. Semester Bachelor Bauingenieurwesen,  fühlen sich hier so wohl, dass sie ihre Erfahrungen rund um Studium und Leben in Wismar seit April in der schülerVZ-Gruppe kommunizieren.

Der tägliche Umgang mit dem Internet, natürliche Kontaktfreude und eine gesunde Verbundenheit zur Hochschule machen das Rüstzeug auch dieser Campus Spezialisten aus. „Ich möchte meine Hochschule gern bei ihrer Außenpräsentation unterstützen und freue mich, wenn ich durch meine Eindrücke und Erfahrungen andere für den Bildungsstandort Wismar begeistern kann“, erklärt Rico, woraufhin Hendrik nur beistimmend nicken kann. Täglich, auch jetzt während der Semesterferien, sind die 22- und 21-Jährigen im weltweiten Web, meist abends, nachdem sie von ihren Sommerjobs nach Hause zurückgekehrt sind.

Für die studentischen Campus-Spezialisten gibt es auch Unterstützung durch die Marketingagentur Scholz  Friends sowie die Apaerto AG, die im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung um die 10 Millionen Euro teuren Langzeitkampagne „Studieren in Fernost“ umsetzen.

Dessen Ziel ist es, die Attraktivität ostdeutscher Hochschulen für westdeutsche Studierwillige systematisch zu fördern. Die Zukunftsaussichten der künftigen Studentenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern sprechen eine eindeutige Sprache: aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in den kommenden Jahren weniger Abiturienten in diesem Bundesland geben, die ein Studium an einer der hiesigen sechs Hochschulen aufnehmen könnten.

Da außerdem erfahrungsgemäß ein Teil der Abiturienten aus M-V ein Studium außerhalb erwägt und im Umkehrzug verhältnismäßig wenig Studierwillige aus den westdeutschen Bundesländern hinzu stoßen, gilt es die Hochschullandschaft in M-V entscheidend zu bewerben. Hier setzt übrigens auch die Landeskampagne „Studieren mit Meerwert“ an.

Weitere Informationen zur Kampagne „Studieren in Fernost“ finden Sie im Web unter www.studieren- in-fernost.de oder www.hochschulinitative.de. Zur Kampagne des Landes Mecklenburg Vorpommern „Studieren mit Meerwert“ führt der Link: www.studieren-mit-meerwert.de.