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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

WM im Ringen 2015 feierlich beendet

Deutschland mit zwei Medaillen


Die Vereinigten Staaten und Ringen und vor allem die USA und Ringer-WM – das hat Tradition, das verspricht eine gute Stimmung und viel Spannung auf der Matte.

Die USA und die Ringer-WM „unter dem Sternenbanner“

Auch in diesem Jahr, im September 2015 (5.9.-12.9.), war es nicht anders. Im amerikanischen Las Vegas fanden knapp ein Jahr vor den olympischen Wettkämpfen in Rio de Janeiro die Welt-Titelkämpfe in dieser so traditionsreichen Sportart statt.

Bislang waren die USA fünfmal Schauplatz der WM im Freistil-Ringen (1962/1966 in Toledo, 1979 in San Diego, 1995 in Atlanta sowie 2003 in New York), dreimal der WM im Klassik-Ringen (1962/1966 in Toledo, 1979 in San Diego) und einmal der WM im Frauen-Ringen (2003 in New York). Seit 2005 werden die WM im Ringen (Freistil / Klassik der Herren / Freistil der Frauen) ausschließlich an einem WM-Ort ausgetragen.

Die WM in Toledo 1962 und 1966

Bei den ersten Ringer-WM (Freistil und Klassik bei den Herren) in den USA, 1962 in Toledo, waren die Ringer aus den 15 Sowjetrepubliken am besten. Die Sowjetunion (6 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze) gewann den Medaillenspiegel vor der Türkei (3 x Gold, 1 x Silber, 5 x Bronze), Japan (2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze) und Bulgarien (1 x Gold, 4 x Silber). Für Deutschland erkämpften seinerzeit Wilfried Dietrich (Klasse über 97 Kilogramm im Freistil- und Klassik-Ringen) und Ewald Tauer (Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm im Freistil-Ringen) jeweils Bronze-Medaillen.

Vier Jahre später veranstaltete Toledo 1966 auch die zweiten Ringer-WM (wieder Freistil und Klassik bei den Herren) in den USA. Die sportlichen Akzente setzten die Athleten aus der Sowjetunion (6 x Gold, 5 x Silber), der Türkei (1 x Gold, 4 x Silber, 3 x Bronze), dem Iran (1 x Gold, 4 x Bronze) und Bulgarien (3 x Gold, 1 x Bronze). Deutsche Medaillen-Erfolge gab es 1966 ebenfalls: durch Fritz Stange (Gold im Bantamgewicht / Klassik) und jeweils Bronze durch Rolf Lacour (- 52 Kilogramm / Klassik) und Peter Nettekoven (- 78 Kilogramm / Klassik).

San Diego und die WM 1979

Dreizehn Jahre später, 1979, richtete San Diego die dritten Ringer-WM (beide Stilarten bei den Herren) in den USA aus. Dabei erkämpften die Sowjetunion (9 x Gold, 5 x Silber, 2 x Bronze), die USA (1 x Gold, 5 x Silber, 4 x Bronze), Ungarn (4 x Gold, 1 x Silber), Bulgarien (2 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze) und Japan (2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze) „den Löwenanteil“ an den WM-Medaillen.

Stark präsentierten sich außerdem die Ringer aus beiden Teilen Deutschlands, die zusammen 3 x Silber, 5 x Bronze „holten“. Die damaligen deutschen Medaillengewinner waren im Freistil-Ringen Hartmut Probst (DDR / – 52 Kilogramm / Bronze), Eberhard Probst (DDR / – 68 Kilogramm / Bronze), Martin Knosp (Westdeutschland / – 74 Kilogramm / Silber), Uwe Neupert (DDR / – 90 Kilogramm / Silber) und Roland Gehrke (DDR / über 100 Kilogramm / Silber) sowie im Klassik-Ringen Erich Klaus (Westdeutschland / -68 Kilogramm / Bronze), Karl-Heinz Helbing (Westdeutschland / – 74 Kilogramm / Bronze) und Pedro Pawlidis (Westdeutschland / – 90 Kilogramm / Bronze).

Das WM-Geschehen 1995 in Atlanta

Erst weitere Jahre nach San Diego trafen sich nur die Ringer (nur die Freistil-Ringer) zu den vierten Welt-Titelkämpfen auf U.S.-Boden. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen an gleicher Stelle richtete 1995 Atlanta die WM im Freistil-Ringen der Herren aus. Die USA (4 x Gold, 2 x Bronze) und Russland (2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze) bestimmten das sportliche Niveau in Atlanta. Über dreimal Silber durften sich die deutschen Ringer freuen, so Alexander Leipold (- 74 KIlogramm), Arawat Sabejew (- 100 Kilogramm) und Sven Thiele (- 130 Kilogramm).

New York 2003 und die weltmeisterlichen Ringerinnen und Ringer

Und bei den fünften globalen Meisterschaften im Ringen in den USA, im Jahr 2003 in New York, trafen sich die besten Freistil-Ringerinnen und Freistil-Ringer aus aller Welt.
Bei den Frauen waren Japan (5 x Gold) bzw. die USA (1 x Gold, 4 x Silber, 2 x Bronze“ „das Maß aller Dinge“ und bei den Herren beeindruckten insbesondere die Teilnehmer aus Russland (3 x Gold) sowie aus Usbekistan (2 x Gold). Deutsche Freistil-Ringerinnen und -Ringer gingen in New York 2003 leider „leer“ aus.

Wer waren nun aber die Besten bei den WM 2015 in Las Vegas, bei den WM im Freistil- bzw. Klassik-Ringen der Herren und im Freistil-Ringen der Frauen?!

Die WM-Entscheidungen 2015 im Klassik-Ringen: Russland mit den meisten Medaillen…

In den acht Entscheidungen im Klassik-Ringen bei den Herren gab es keine dominierende Nation. Die acht Titel verteilten sich auf die Türkei (zwei) sowie Kuba, die Ukraine, Russland, Aserbaidschan, Armenien und Deutschland (je einen).

Achtzehn Länder teilten sich die 32 Medaillen, wobei Russland mit fünf Medaillen die meisten erkämpfte. Stark präsentierten sich dabei die Europäer, die 16 der 32 Medaillen errangen, also genau 50 Prozent aller Medaillen. Dazu „holten“ sich die griechisch-römischen Ringer des „alten Kontinents“ 5 der 8 Titel, was einem „Gold-Anteil“ von rund 62 Prozent entspricht.

Frank Stäbler belegte Platz eins in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Die anderen europäischen Titelträger im Klassik-Ringen 2015 sind Roman Vlasov (Russland/Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm), Selcuk Cebi (Türkei/Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm), Zhan Beleniuk (Ukraine/Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm) und Riza Kayaalp (Türkei/Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm).

Die griechisch-römische Ringer-Streitmacht aus Asien kam auf 13 Medaillen, darunter zweimal Gold für Rasul Chunayev (Aserbaidschan/Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm) und Artur Aleksanyan (Armenien/Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm). Für den amerikanischen Doppel-Kontinent gab es nur einen Titel, für Ismael Borrero (Kuba/Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm). Gastgeber USA schaffte im griechisch-römischen Stil nur einmal Bronze – durch Andy Bisek (Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm).

Die WM-Ergebnisse im Freistil-Ringen der Frauen 2015: Zwei Japanerinnen schrieben ihre WM-Geschichte fort…

Bei den Wettkämpfen im Freistil-Ringen bei den Frauen in Las Vegas 2015 offenbarten auch die europäischen Ringerinnen ihre große sportliche Klasse. Diese erkämpften 15 der 32 Medaillen, was einem Anteil von 47 Prozent entspricht. Damit war auch im weltmeisterlichen Frauen-Ringen der „alte Kontinent“ am besten. Allerdings… Die meisten WM-Titel, 4 von 8, also 50 Prozent aller WM-Titel, erkämpften die asiatischen Ringerinnen.

Die Top-Nation war dabei wieder einmal Japan (dreimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze) gefolgt von den USA (zweimal Gold, einmal Bronze), Russland bzw. der Mongolischen Republik (jeweils einmal Gold, einmal Silber) und der Ukraine (einmal Gold, zweimal Bronze. Insgesamt sicherten sich Ringerinnen aus 18 Ländern WM-Edelmetall. Fünf Länder teilten sich die acht WM-Goldmedaillen im Frauen-Bereich.

Für Deutschland gab es einmal Bronze durch Aline Focken in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm, in der Aline vor Jahresfrist bereits Weltmeisterin wurde. Die WM-Titel im Frauen-Bereich gingen speziell an Eri Tosake (Japan/-48 Kilogramm), Saori Yoshida (Japan/-53 Kilogramm), Helen Maroulis (USA/-55 Kilogramm), Kaori Icho (Japan/-58 Kilogramm), Oksana Herhel (Ukraine/-60 Kilogramm), Soronzonboldyn Battsetsay (Mongolische Republik), Natalia Vorobieva (Russland/-69 Kilogramm) und Adeline Gray (USA/-75 Kilogramm).

Insbesondere die Japanerinnen Saori Yoshida und Kaori Icho schrieben weiter WM-Geschichte. Saori Yoshida schaffte in Las Vegas ihren dreizehnten WM-Titel (2002 bis 2013 in der Klasse bis 55 Kilogramm, 2014 bis 2015 in der Klasse bis 53 Kilogramm) und war dreimal Olympiasiegerin (2004, 2008, 2012 in der Klasse bis 55 Kilogramm). Saoris Landsfrau Kaori Icho kommt immerhin auf zehn WM-Titel (2002 bis 2013 in der Klasse bis 63 Kilogramm, 2014 bis 2015 in der Klasse bis 58 Kilogramm). Drei Olympiasiege (2004, 2008, 2012 in der Klasse bis 63 Kilogramm) verbuchte auch Kaori Icho.

Die WM 2015 im Freistil-Ringen der Herren: Starke Russen und US-Amerikaner

Im Freistil-Ringen bei den Herren spielte Europa ebenfalls eine sportliche „Hauptrolle“. So konnten die europäischen Freistil-Ringer 14 von 32 Medaillen, darunter vier von acht Titel, bejubeln. Die asiatischen Freistil-Ringer kamen zwar auf eine Medaille mehr (15), mußten sich aber mit „nur“ zwei WM-Titeln begnügen.

Damit teilten sich Europa und Asien im Freistil-Ringen der Herren 2015 fair die Medaillen, kamen zusammen auf 29 der 32 Medaillen. Lediglich Gastgeber USA brach in die europäisch-asiatische Phalanx mit drei Medaillen (2 Titeln) ein.

Die erfolgreichsten Freistil-Ringer-Nationen bei den Herren waren letztendlich Russland (zweimal Gold, einmal Silber, viermal Bronze), die USA (zweimal Gold, einmal Bronze), Aserbaidschan bzw. die Türkei (jeweils einmal Gold, Silber, Bronze), Georgien (einmal Gold, zweimal Bronze) und Italien (einmal Gold). Podestplätze im Freistil-Ringen der Herren schafften Athleten aus 12 Ländern. Die dortigen acht Titel verteilten sich auf 6 Staaten. Die Weltmeister im Freistil-Ringen der Herren lauten dabei Vladimer Khinchegashvili (Georgien/-57 Kilogramm), Haji Aliyev (Aserbaidschan/-61 Kilogramm), Frank Chamizo (Italien/-65 Kilogramm), Magomedrasul Gazimagomedov (Russland/-70 Kilogramm), Jordan Burroughs (USA/-74 Kilogramm), Abdulrashid Sadulaev (Russland/-86 Kilogramm), Kyle Snyder (USA/-97 Kilogramm) und Taha Akgül (Türkei/-125 Kilogramm).

Die besten Ringer-Nationen der WM 2015 in Las Vegas sind nach Berücksichtigung aller Wettkämpfe – je acht im Klassik-Ringen der Herren, im Freistil-Ringen der Frauen und im Freistil-Ringen der Herren – Russland (viermal Gold, zweimal Silber, achtmal Bronze), die USA (viermal Gold, dreimal Bronze), die Türkei (dreimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze) und Japan (dreimal Gold, einmal Silber, einmal Bronze). Die deutsche Bilanz lautet einmal Gold, einmal Bronze.

Bis zu den olympischen Ringer-Wettkämpfen 2016 in Rio de Janeiro bleiben rund zehn Monate Zeit. Mal sehen, wie die Ergebnisse dann aussehen werden.

Und: Wie sah es eigentlich noch vor Jahresfrist bei den WM 2014 in Taschkent bzw. beim vorerst letzten olympischen Ringer-Turnier in London aus?!

Rückblick auf die WM in Taschkent vor Jahresfrist

Bei den Welttitelkämpfen im Freistil-Ringen der Herren 2014 setzten die russischen Ringer mit 5 x Gold, 1 x Bronze die sportlichen Akzente. Sehr erfolgreich waren dort ebenfalls die Türkei mit 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze, Aserbaidschan mit 1 x Gold, 1 x Silber und Nordkorea mit 1 x Gold sehr erfolgreich. Der Iran schaffte 3 x Silber, 2 x Bronze. Weltmeister im Freistil-Ringen wurden 2014 unter anderem Yang Kyong-il (Nordkorea/in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm), Taha Akgül (Türkei/in der höchsten Gewichtsklasse bis 125 Kilogramm) und Abdusalam Gadisov (Russland/in der Gewichtsklasse bis 97 Kilogramm).

Die WM 2014 bei den Frauen

Und bei den weltmeisterlichen Entscheidungen im Frauen-Ringen (Freistil) waren die Japanerinnen mit 4 x Gold, 1 x Silber „das Maß aller Ringerinnen-Dinge“. Die US-Amerikanerinnen schafften 1 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze. Dahinter platzierten sich im „Medaillen-Ranking“ die Mongolische Republik sowie die Ukraine mit jeweils 1 x Gold, 1 x Bronze und Deutschland mit 1 x Gold. Die russischen Ringerinnen holten 5 Medaillen (2 x Silber, 3 x Brionze) – darunter jedoch kein Titel. Zu den Weltmeisterinnen 2014 zählen unter anderem Eri Tosaka (Japan/Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm), Sükheegiin Tserenchimed (Mongolische Republik/Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm), Yuliya Tkach (Ukraine/Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm), Adeline Gray (USA/Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm) und Aline Focken aus Deutschland, die sensationell Gold in der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm erkämpfte.

Das klassische Ringen bei den WM 2014

Im Ringen des griechisch-römischen Stils gab es indes ebenfalls eine Medaille für das deutsche Team. Oliver Hassler erkämpfte Silber in der Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm. Ansonsten waren im klassischen Ringen insbesondere die Teilnehmer aus Armenien (2 x Gold), Russland (1 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze), dem Iran (1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), Ungarn (1 x Gold, 2 x Bronze), Serbien, Frankreich sowie Kuba (je 1 x Gold) sehr stark. So siegten dort Hamid Sourian (Iran) in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm, Melonin Noumonvi (Frankreich) in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm und Mijain Lopez (Kuba) in der Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm.

Die WM 2014 kompakt

Die punktbesten Teams kamen 2014 aus Russland (Freistil-Ringen der Herren/62 Punkte), dem Iran (Klassik-Ringen der Herren/42 Punkte) und aus Japan (Freistil-Ringen der Frauen/55 Punkte).

Die meisten WM-Medaillen 2014 – kompakt betrachtet – sicherten sich Russland (15, davon 6 x Gold), der Iran (9 Medaillen, davon 1 x Gold), die Türkei (9 Medaillen, davon 1 x Gold) und Aserbaidschan (7 Medaillen, davon 1 x Gold).

Die olympischen Wettbewerbe im Ringen 2012 in London

Die Wettbewerbe im Ringkampfsport fanden bei den XXX.Olympischen Spielen ebenfalls viel Zuspruch. Leider konnte das deutsche Quartett um Europameister Frank Stäbler nicht wie erhofft in die Auseinandersetzungen um die Medaillen eingreifen. Für Alexandra Engelhardt (Freistil), Tim Schleicher (Freistil) und Nick Matuhin (Freistil) waren nach Freilosen in der ersten Runde bereits nach einem Kampf im Achtelfinale Endstation. Frank Stäbler (griechisch-römischer Stil) belegte nach einem Sieg und zwei Niederlagen den fünften Rang.

Wie beliebt und erfolgreich der Ringkampfsport mittlerweile weltweit ist, beweist ein Blick in den Medaillenspiegel. So gewannen 29 Länder Medaillen in London, davon acht Länder eine oder mehrere Goldmedaillen. Dominierend waren in der britischen Hauptstadt Russland mit 4 x Gold, 2 x Silber, 5 x Bronze vor Japan mit 4 x Gold, 2 x Bronze, dem Iran mit 3 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze, Aserbaidschan mit 2 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze und den USA mit 2 x Gold, 2 x Bronze.

Im „ewigen Medaillen-Ranking“ im Ringkampfsport bei Olympischen Spielen zwischen 1896 und 2012 führt damit weiter Russland (mit UdSSR und GUS) souverän mit 93 x Gold, 52 x Silber, 42 x Bronze vor den USA mit 53 x Gold, 42 x Silber, 34 x Bronze, Schweden mit 28 x Gold, 27 x Silber, 29 x Bronze, Japan mit 28 x Gold, 17 x Silber, 18 x Bronze, der Türkei mit 28 x Gold, 16 x Silber, 14 x Bronze, Finnland mit 26 x Gold, 28 x Silber, 29 x Bronze und Ungarn mit 19 x Gold, 16 x Silber, 18 x Bronze.
Das 2012 medaillenlose Deutschland kommt auf die Bilanz von 8 x Gold, 25 x Silber, 17 x Bronze.

Eine Sternstunde für den Ringkampfsport in MV, speziell in Rostock, war das olympische Ringer-Turnier 1968 in Mexico-City. Dort gewannen Rudolf Vesper (griechisch-römisch/Weltergewicht) und Lothar Metz (griechisch-römisch/Mittelgewicht) für den ASK Vorwärts Rostock jeweils Gold.

Last but not least: Die erfolgreichsten Länder in der Geschichte der Ringkampf-WM seit 1904 sind Russland (mit UdSSR und GUS) mit 645 Medaillen, darunter 343 x Gold, Bulgarien mit 249 Medaillen, darunter 61 x Gold), Japan mit 230 Medaillen, darunter 102 x Gold, die USA mit 226 Medaillen, darunter 57 x Gold, der Iran mit 167 Medaillen, darunter 57 x Gold, die Türkei mit 164 Medaillen, darunter 49 x Gold, und Deutschland (mit Westdeutschland, DDR und vereint) mit 179 Medaillen, darunter 37 x Gold.

Übrigens: Wie beurteilte der Präsident des Ringerverbandes M-V die WM 2015?!

Nachgefragt bei Uwe Bremer

„Klasse Ergebnisse…“

Frage: Die Ringer-WM 2015 sind wieder Historie. Wie bewerten Sie die Ergebnisse aus deutschem Blickwinkel?

Uwe Bremer: Zwei Medaillen und dabei noch ein Weltmeister, die Ringer in ganz Deutschland freuen sich darüber, natürlich auch wir in M-V.

Frage: Wie lautet Ihr Resümee aus internationaler Sicht? Welche Ringerinnen und Ringer beeindruckten Sie?

Uwe Bremer: Beeindruckt bin ich natürlich von den Kadern des Deutschen Ringer-Bundes, dass sie mit der Weltspitze immer mehr mithalten können. Frank Stäbler ist neuer Weltmeister und Aline Focken gewann WM-Bronze – super.

Im Nachwuchsbereich ist es natürlich klasse , dass auch wieder Athleten aus M-V erfolgreich sind. Vor den WM in Las Vegas gab es aus M-V-Sicht im Kadetten-Bereich für unseren kleinen Verband ganz tolle, einfach sensationelle Ergebnisse: einen fünften Platz von Alexander Ginc bei den EM sowie EM-Silber und WM-Bronze durch Andrej Ginc. Wahnsinn!

Frage: Wie ist Ihre Meinung zum Stellenwert der Sportart Ringen – global und hierzulande?

Uwe Bremer: Wer fairen und sauberen Kampfsport mag, kommt am Ringen nicht vorbei!

Frage: Und… Welche wichtigen Turniere im Ringen gibt es bis Dezember noch in M-V?

Uwe Bremer: Irgendwie ist ja jedes Turnier wichtig. Und es gibt noch einige Highlights 2015, so die Jugendliga am 10.Oktober in Rostock, am 17.Oktober den Ostseepokal in Rostock, am 7.November den Skoda-Cup in Demmin und am 12.Dezember das Weihnachtsturnier in Torgelow. Dazu kommen noch Heimkämpfe in der Oberliga und Bundesliga.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für das Ringen!

Marko Michels

 


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