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Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftskrise trifft nun auch Mecklenburg-Vorpommern mit voller Wucht

Insbesondere das verarbeitende Gewerbe ist stark betroffen …

VUV„Die Wirtschaftskrise kommt auch bei uns mit ganzer Wucht an“, kommentiert Hans-Dieter Bremer, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern, heute (04.08.2009) in Schwerin die aktualisierte Konjunkturprognose für Ostdeutschland vom Institut für Wirtschaftsforschung (IWH/Halle).

„Insbesondere das verarbeitende Gewerbe ist viel stärker betroffen, als es für Ostdeutschland und auch für unser Land zunächst angenommen wurde. Die trügerische Hoffnung, wir wären durch unsere Exportschwäche aus dem Schneider, wurde nicht bestätigt.

Wie sehr der weltweite Nachfrageeinbruch auch unseren Unternehmen zu schaffen macht, erleben wir jetzt zum Beispiel hautnah bei Wadan“, erklärte Bremer mit Blick auf die Insolvenz einer der größten Werften des Landes.

Während der Westen scheinbar die Talsohle der Wirtschaftkrise durchschritten habe, verzeichnen die Unternehmen im Mecklenburg-Vorpommern vielmehr ein verzögertes, aber um so stärkeres Nachlassen der Produktion und einen nachfolgend deutlichen Beschäftigungsrückgang.

Das vergleichsweise späte Einsetzen der Krisenwirkung für die hiesige Wirtschaft hatten deren Verbände bereits in ihrem gemeinsamen Stimmungsbarometer Anfang des Jahres vorausgesagt.

„Der Wandel von einer relativ abstrakten zu einer sehr gegenwärtigen und handfesten Krise ist schmerzvoll für unsere Unternehmen und deren Mitarbeiter. Niemand entlässt gern hochqualifizierte und motivierte Beschäftigte.

Die Herausforderungen für die Landesregierung als auch für die Unternehmen besteht jetzt darin, alle Möglichkeiten der Krisenbewältigung auszuschöpfen. Dringend geboten sind passgerechte Qualifizierungen und bessere Rahmenbedingungen für betriebliche Innovationsprozesse“, appellierte der Verbändepräsident an die Landesregierung.

Völlig unbefriedigend sei nach Auffassung der Wirtschaft jedoch, dass insbesondere das Konjunkturprogramm immer noch nicht greife.

Hier gelte es jetzt schnell zu handeln. „So engagiert die Landesregierung sich des Werftenthemas widmet, so wichtig ist es auch, lokales Handeln bei der Umsetzung des Konjunkturprogrammes viel stärker zu befördern“, so Bremer abschließend.


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