Skip to main content

Nachrichten Mecklenburg-Vorpommern

Wintersportliches Advents-Wochenende

Zwischen Schwerin und Calgary: Der Winter im Zeichen des Sportes

Das dritte Advents-Wochenende stand ganz im Zeichen der sportiven Stars und Starlets auf Eis und im Schnee. Dabei spielten die deutschen Athletinnen und Athleten wieder einmal eine Hauptrolle und kamen zu zahlreichen Erfolgen.

Auch deutsche Wintersportler „mit M-V-Wurzeln“ präsentierten sich in super Verfassung. Verlass war dabei insbesondere auf die Wintersport-Damen, wobei aber auch die Herren beachtliche Akzente setzten.

Auf die Rodlerinnen ist Verlass!
Tatjana Hüfner siegte beim Weltcup im Rennrodeln vor Anke Wischnewski und US-Girl Erin Hamlin auf der Olympiabahn von 1988 in Calgary. Bei den Herren war der Italiener Armin Zöggeler das „Maß aller Rodel-Dinge“. Was die Rodlerinnen vollbrachten, war zugleich auch Ansporn für die Skeleton-Fahrerinnen und –Fahrer beim Weltcup im amerikanischen Park City. Hier triumphierte bei den Damen Anke Huber. Ein gebürtiger Teterower sorgte dann aber bei den Herren für Furore. Sandro Stielicke verpasste dabei den Weltcup-Sieg nur um eine Hundertstel Sekunde – Gewinner wurde der Russe Alexander Tretjakow.

Greifswalder Robin und Teterower Sandro mit herausragenden Ergebnissen
Was Sandro so knapp verpasste, gelang hingegen dem gebürtigen Greifswalder Robin Szolkowy mit seiner Partnerin Aljona Sawtschenko beim Grand Prix-Wettkampf im Paarlaufen in Peking. Mit einer beeindruckenden Kür zum Titel „Pink Panther“ zeigten sie, u.a. als Weltmeister von 2008 / 2009 und als Olympia-Dritte 2010, der Konkurrenz die „Krallen“ und siegten vor den Lokalmatadoren Qing Pang/Jian Tong deutlich. So erreichten Robin und Aljona insgesamt 210,72 Punkte – bisheriger Bestwert 2010/11.

Deutsche Biathlon-Damen „goldig“
Im Biathlon sorgten in der neuen, jungen Saison vor allem die deutschen Biathletinnen für große Momente. Kathrin Hitzer, Magdalena Neuner, Sabrina Buchholz, Andrea Henkel und Miriam Gössner sind zurzeit das „Quintett der allerbesten (Biathlon-)Laune“. Lohn war zuletzt, beim Weltcup in Hochfilzen, auch der Staffel-Erfolg. Die deutschen Herren müssen jedoch erst wieder in die gewohnte Erfolgsspur zurückfinden.

Das ist auch das Ziel der deutschen Skilangläuferinnen und Skilangläufer. Beim Weltcup im idyllischen Schweizer Davos triumphierten erst einmal andere. So siegte die Norwegerin Marit Björgen über die klassischen 10 Kilometer und der Kasache Alexej Poltaranin über die klassischen 15 Kilometer. Aber die Saison ist noch lang und wenn es darauf ankam, waren die deutschen Langläuferinnen und Langläufer in den letzten Jahren – so auch bei Olympia 2010 – stets ganz vorn oder zumindest vorn mit dabei.

Vorn mit dabei war beim Weltcup im Bob-Sport in Park City auch der Vierer-Schlitten von Manuel Machata, der sich hinter dem russischen Subkow-Bob und noch vor dem kanadischen Rush-Bob auf den Silber-Rang platzierte.

Berliner Power auf dem Eisschnelllauf-Eis in Obihiro
Für eine goldige Sensation sorgte jedoch der Berliner Samuel Schwarz. Er siegte beim Weltcup im japanischen Obihiro über die 1000 Meter. Gold und Bronze gab es für die Berlinerin Jenny Wolf über die 500 Meter an gleicher Stelle. Beim ersten Rennen musste sie sich noch mit Rang drei begnügen, dann war sie aber die Schnellste. Für die südkoreanische Dauer-Rivalin Sang Hwa-Lee gab es Gold und Silber …

Nicht unzufrieden dürften auch die deutschen Curler sein. Bei der EM „rutschten“ sie nur knapp an Bronze vorbei.

Alpine mit Luft nach oben
Beim alpinen Ski-Weltcup in Val d`Isere konnten die deutschen Starterinnen und Starter leider nicht „aufs Stockerl“ gelangen. Die Französin Tessa Worley wurde Siegerin im Riesenslalom – Olympiasiegerin Vicky Rebensburger wurde Zehnte. Im Slalom kam Felix Neureuther auf Platz sechs..

Schweriner „Eisstadion“ mit Wettkämpfen und Show im Eishockey sowie im Eiskunstlaufen
Während in der großen internationalen Sportwelt Weltcup-Podestplätze vergeben werden, ging es an diesem dritten Advents-Wochenende auch im kleinen Schweriner „Eisstadion“ am Pfaffenteich, errichtet nicht zuletzt aus Anlass des Weihnachtsmarktes, eissportlich „hoch her“.

Bei einem Turnier für Eishockey-Freizeit-Mannschaften setzte sich das Schweriner Team durch und auch die Freunde des Eiskunstlaufens kamen auf ihre Kosten.

So waren wieder – dank der Unterstützung der Stadtwerke Schwerin – die „Sternchen on Ice“ zu bewundern und auch prominente Gäste kamen. So begeisterten beispielsweise sechs Eiskunstläuferinnen des Rostocker Eiskunstlauf-Vereines mit einem attraktiven Programm die Zuschauer, unter ihnen das Stadtwerke-Maskottchen „Alex“, das Maskottchen der Handball-Spieler von Post Schwerin „Bulli“ und außerdem SSC-Leistungsträgerin Patricia Thormann. Auch Patricia war vom Können der jungen Eiskunstläuferinnen sehr positiv überrascht, hatte aber bei winterlichen Temperaturen ihr Volleyball-Trikot gegen den Winter-Mantel eingetauscht.

Die Läuferinnen des Rostocker Eiskunstlauf-Vereines imponierten
„Für unseren Verein sind die Show-Programme, auch auf den Eisflächen während der verschiedenen Weihnachtsmärkte in der Region, stets die Höhepunkte. Unser Verein, der gerade am 5. Dezember seinen 10. Geburtstag feierte, ist ja breitensportlich orientiert. Nach unserem Auftritt in Schwerin ging es am 12. Dezember noch nach Kühlungsborn. Und ein besonderes Bonbon bieten wir allen Eiskunstlauf-Fans am 24. Dezember – rechtzeitig vor der Bescherung. Dann wird von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr unsere Weihnachts-Show stattfinden, sicherlich die richtige Einstimmung auf die folgenden besinnlichen Stunden. Ein zahlreiches Publikum wäre dann natürlich unser Weihnachtswunsch.“, so Gerhild Höppner vom Rostocker Eiskunstlauf-Verein.

Phänomenal, was die Rostocker Eiskunstläuferinnen an großartigem Können in Schwerin demonstrierten. Trotz schwieriger Trainingsbedingungen und Trainingszeiten bewiesen sie, dass M-V, speziell Rostock, nach wie vor hervorragende Eiskunstlauf-Talente besitzt.

Bei der Weihnachtsshow des Rostocker Eiskunstlauf-Vereines am 24. Dezember werden 16 bis 18 Eiskunstläuferinnen im Alter von 6 bis 16 Jahren in Rostock zu sehen sein. Also, wer ein Herz für den Eiskunstlaufsport hat, sollte diese Show nicht verpassen!

Übrigens: Am 21. Dezember findet das Finale der Schweriner Masters im Eisstockschießen ebenfalls im kleinen „Eisstadion“ am Pfaffenteich statt.

Marko Michels


Ähnliche Beiträge